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Hiobsbotschaften nehmen kein Ende

Die medizinische Abteilung bei der TSV Hannover-Burgdorf hat weiterhin alle Hände voll zu tun. Besonders die Linkshänder der RECKEN gehen bei den Mannschaftsärzten und Physiotherapeuten leider ein und aus. Nach Jan Fiete Buschmann (Ellenbogen) und Hendrik Pollex (Daumen) gesellen sich in Rúnar Kárason und Torge Johannsen noch zwei weitere Spieler auf die ohnehin schon lange Ausfallliste. Damit steht RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer in A-Jugendspieler Timo Kastening nur noch ein gelernter Linkshänder zur Verfügung.

Ganz schlimm erwischt hat es Rúnar Kárason. Der Rückraumspieler hat sich das Kreuzband im Knie gerissen und wird für mindestens sieben Monate nicht zur Verfügung stehen. „Das ist eine katastrophale Diagnose für Rúnar. Ich wünsche ihm die mentale Stärke und nötige Willenskraft, um den langen Rehabilitationsprozess zu überstehen und hoffe, dass wir ihn trotzdem möglichst bald wieder in unseren Reihen haben“, kommentiert Christopher Nordmeyer die Hiobsbotschaft.

In der Karriere des isländischen Nationalspielers ist das bereits der zweite Kreuzbandriss, allerdings der erste im rechten Knie. Den Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London musste Rúnar Kárason wegen der gleichen Verletzung im linken Knie leider begraben. „Das ist sehr enttäuschend für mich und auch schwer zu akzeptieren, da ich körperlich in einem sehr guten Zustand war und mich fit gefühlt habe“, sagt ein sichtlich frustrierter Kárason.

Das Wissen, wie schwer und lang die bevorstehende Zeit wird, sowie der familiäre Halt geben dem isländischen Nationalspieler aber die nötige Kraft. „Nach der Operation wird unglaublich viel Arbeit auf mich zukommen. Ich weiß aber auch, dass man nach so einer schweren Verletzung noch stärker zurückkommen kann. Meine Frau und mein Sohn werden mir dabei mit Sicherheit ein wichtiger Rückhalt sein“, stellt der Linkshänder klar.    

In den kommenden beiden Spielen in Lemgo und gegen Csurgoi muss Christopher Nordmeyer auch auf Torge Johannsen verzichten. Der Rechtsaußen fällt mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich des linken Oberschenkels aus. „Torge ist ein wichtiger Stammspieler für uns und daher wiegt sein Ausfall sehr schwer. Er ist mit seiner Art auf und neben dem Platz ein zentraler Eckpfeiler unserer Mannschaft“, weiß der RECKEN-Trainer um die Stärke des Rechtsaußen. 

„Durch die zeitgleiche Verletzung bei Rúnar bekommt mein Ausfall natürlich eine ganz andere Dimension. Vorher konnten wir die Situation noch einigermaßen kompensieren, aber das ist jetzt die Spitze des Eisbergs“, erklärt Johannsen, für den die Vielzahl an Verletzungen eine entscheidende Rolle im Saisonverlauf der RECKEN spielen. „Wir sind im letzten Jahr weitestgehend von Verletzungen verschont geblieben. In dieser Spielzeit erleben wir das krasse Gegenbeispiel. Bei so vielen Ausfällen über einen längeren Zeitraum leidet nicht nur die Trainingsqualität, sondern es fehlen auch die notwendigen Automatismen.“     

Beim morgigen Spiel in Lemgo müssen DIE RECKEN insgesamt auf sieben Spieler verzichten. Neben Rúnar Kárason, Torge Johannsen, Jan Fiete Buschmann und Hendrik Pollex muss Christopher Nordmeyer auch ohne Kapitän Lars Lehnhoff (Bänderriss Sprunggelenk), Frederic Repke (Kreuzbandriss Knie) sowie Lars Hoffmann (Entzündung im Kniegelenk) planen. Hinter dem Einsatz von Julius Hinz und Gustav Rydergard (muskuläre Probleme) stehen zudem Fragezeichen.

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