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"Hannes Jón Jónsson war unglaublich wertvoll"

TSV-Kapitän überzeugt bei Unentschieden in Hüttenberg

Ein guter Kapitän ist stets dafür verantwortlich, dass sein Schiffauf Kurs bleibt.

Im Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg war auf TSV-KapitänHannes Jón Jónsson in dieser Hinsicht mehr als Verlass. Neben einer geschlossenenMannschaftsleitung drehte der Isländer in der Schlussphase der Partie mächtigauf und avancierte somit zum Hauptgarant für den Punktgewinn. Erst wenige Stunden vor Beginn der Begegnung  meldete sich der Isländer bei Trainer ChristopherNordmeyer einsatzbereit. Trotz einer Sprunggelenksverletzung biss sich Jónssondurch und kämpfte aufopferungsvoll. Dass er sich am Ende zum wertvollstenSpieler des Spiels entwickeln würde, hatte vermutlich niemand geglaubt. Mitacht Toren in 17 Minuten brachte Jónsson sein Team zurück in die Erfolgsspur, nachdemdieses lange Zeit zurückgelegen hatte.

Nach Einwechslungspielbestimmend

„Mir ist heute viel im Alleingang geglückt“, sagte derTSV-Kapitän, der zuletzt nicht allzu häufig zum Einsatz kam. „Am Anfang habenwir vieles falsch gemacht und zu defensiv gespielt. Dadurch haben wir vieleZweikämpfe verloren und kamen nicht richtig zum Zuge“. Nach seiner Einwechslungin der zweiten Hälfte, übernahm der 32-jährige sofort die Regie seiner Mannschaft.Das Spiel der TSV gestaltete sich von nun an wesentlich aggressiver und Jónssonlandete einen wichtigen Treffer nach dem anderen. „Ich hätte gerne schon frühermit in die Partie eingegriffen“, gestand der Spielmacher, der trotzdem mitseiner eigenen Leistung zufrieden war. Auch Trainer Christopher Nordmeyer warvoll des Lobes: „Seine Quote war atemberaubend, Hannes war für uns heute unglaublichwertvoll“.

Einsatz war lange fraglich

Beinahe wäre es jedoch überhaupt nicht zu einer Einwechslunggekommen. „Ich wollten Hannes Jón Jónsson auf Grund seiner Verletzungeigentlich gar nicht aufstellen. Er wollte aber unbedingt Spielen und tat diesdann auch sensationell“, lobte TSV-Trainer Nordmeyer die vorbildlicheEinstellung seines Spielmachers. Acht der letzten 12 Tore gingen auf das Kontodes Isländers. „Ich habe trotz des hohen Rückstandes jederzeit an einenPunktgewinn geglaubt“, so Jónsson, der aber auch kritisch anmerkte, „dass wir gegenüberHüttenberg eine bessere Qualität in der Mannschaft haben und unser Potential schonviel früher hätten ausschöpfen müssen“.

Kapitän sein bis zumSchluss

Wie wichtig der Punkt in Hüttenberg für die Hannoveraner war,wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Der Spielregisseur will jedoch inden bevorstehenden Spielen noch weiter auf Punktejagd gehen. „Ich werde dieSpiele wie jedes andere gestalten und bis zum Schluss alles für die Mannschaftgeben“, versprach der zum Saisonende scheidende Isländer (Wechsel zum THSVEisenach).

Ein guter Kapitän hält sein Schiff eben bis zur Ankunft imZielhafen auf Kurs.

 

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