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„Haben den Sack nicht zu gemacht“

RECKEN nehmen einen Punkt aus Erlangen mit

Die TSV Hannover-Burgdorf hatte im Auswärtsspiel beim HC Erlangen alle Trümpfe in der Hand, doch am Ende mussten sich DIE RECKEN mit einem 25:25 (15:12) Unentschieden begnügen. Acht Sekunden vor Spielende mussten die Niedersachsen den Ausgleich hinnehmen, im letzten Angriff unterlief den RECKEN dann ein technischer Fehler. „Wir haben den Sack nicht zu gemacht. Das müssen wir uns sicherlich ankreiden lassen“, merkte Kapitän Kai Häfner an. „Wir sind natürlich etwas enttäuscht, denn wir haben lange Zeit geführt. Wir müssen das Ergebnis aber ab morgen abhaken und den Blick auf das Wochenende mit dem schweren Spiel in Bitola richten“, kommentierte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen.

Über weite Strecken machten die Niedersachsen aber ein ordentliches Spiel in der Arena Nürnberger Versicherungen. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzten sich DIE RECKEN gegen Mitte der ersten Halbzeit etwas ab und nahmen mit dem 15:12 einen Vorsprung von drei Toren mit in die Pause. „Wir haben es zunächst gut gemacht und sind im Angriff immer wieder zu Lösungen gekommen“, so Häfner. Zudem steigerte sich die Abwehr der RECKEN ab der 15. Spielminute deutlich und schaffte es immer besser, die schnellen Kreuzbewegungen der Erlanger Angriffsspieler zu unterbinden. „Beide Abwehrreihen waren heute sehr präsent“, erklärte Trainer Carlos Ortega.

Nach der Pause schien es so, also sollten die Gäste beim 19:14 (40.) endgültig auf die Siegerstraße einbiegen. Vor allem auf Torhüter Urban Lesjak konnten sich die Niedersachsen im zweiten Spielabschnitt verlassen – der Slowene entschärfte unter anderem zwei Siebenmeter der Erlanger. Allerdings hatten auch die Gastgeber in Nikolas Katsigiannis einen starken Rückhalt. „Beide Torhüter haben ein gutes Spiel gezeigt“, bewertete Kai Häfner das Duell der Schlussmänner ausgeglichen, so wie die Partie letztendlich auch insgesamt enden sollte.

Dies lag zum einen daran, dass der HC Erlangen in der Schlussphase wieder druckvoller und energischer zum Abschluss kam, zum anderen verließen DIE RECKEN in der letzten Viertelstunde mehr und mehr ihr Konzept. „Wir haben die Sachen nicht mehr auf den Punkt gespielt und Erlangen ist, angetrieben von der heimischen Kulisse, Stück für Stück stärker geworden. So musste es am Ende mit einem Unentschieden enden“, so Häfner.  

Der 25:23 (59.) Treffer durch Nejc Cehte schien das Pendel nochmal zu RECKEN-Gunsten zu kippen, doch Nico Büdel und Nicolai Theilinger glichen in den letzten 90 Sekunden für die Gastgeber aus. „Es war ein knappes Spiel. Wir hatten eine große Chance auf den Sieg und daher fühlt sich das Ergebnis für uns eher als ein verlorener Punkt an. Kämpferisch können wir uns aber nichts vorwerfen“, analysierte Trainer Carlos Ortega.

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