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Füchse mit mühsamem Sieg gegen die TSV

Niedersachsen halten beim 28:25

lange mit

Die Füchse Berlin gewannen am Mittwochabend gegen

die TSV Hannover-Burgdorf mit 28:25 (11:10). Nach dem zwölften Saisonsieg vor

5.603 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle kletterten die Berliner auf Platz

zwei. Ivan Nincevic mit sieben und Sven-Sören Christophersen mit fünf Toren

waren die besten Schützen der Füchse. Für die TSV war Morten Olsen mit sieben

Treffern erfolgreichster Werfer.

Die Vorzeichen beider Mannschaften hätten vor der Begegnung unterschiedlicher

kaum sein können. Während sich die Berliner wie im Vorjahr in der

Bundesligaspitzengruppe etabliert haben, rangiert die Mannschaft von Trainer

Christopher Nordmeyer auf dem 14. Tabellenplatz - nur zwei Zähler von einem

Abstiegsplatz entfernt.

In den ersten zehn Spielminuten der Partie konnte allerdings keine der beiden

Mannschaften entscheidende Akzente setzen. An Tormöglichkeiten mangelte es

nicht, allerdings war die Chancenverwertung auf beiden Seiten ausbaufähig.

Nachdem die Füchse mit zwei frühen Treffern vorlegen konnten, nutzte die TSV

ihre Möglichkeiten mit mehr Konzentration, um das Spiel offen zu gestalten.

Dennoch sollte es die Halbzeit der vergebenen Chancen werden, nur wenige

Spieler erwiesen sich in der frühen Phase des Spiels als Treffsicher. Sven-Sören Christophersen zeigte auch diesmal seine Abschlussstärke aus dem

Rückraum, als er mit seinem dritten Tor des Abends eine kurzzeitige 6:7 Führung

der Gäste egalisierte. Auf der anderen Seite zeichnete sich Vignir Svavarsson

mit ebenfalls drei Toren aus, der nach 20 Minuten zum 8:8 ausglich. Bis zu

diesem Zeitpunkt gelang es den Berlinern nicht, ihre Heimstärke zu

demonstrieren. Petr Stochl, der für den angeschlagenen Silvio Heinevetter den

Vorzug bekam, verhinderte mit mehreren Paraden weitere Treffer der Mannschaft

um Kapitän Hannes Jón Jónsson.

 

Zwei Zeitstrafen gegen Svavarsson und Geburtstagskind Mario Clößner

ermöglichten den Hauptstädtern mehr Platz, doch Tore blieben weiterhin

Mangelware. Mit einer 6:0-Deckung agierte die TSV-Abwehr sehr kompakt, wodurch sich

die Gegner zusätzlich schwer taten. Nenad Puljezevic war mit zahlreichen

Paraden ebenfalls ein Faktor für die geringe Torausbeute der Berliner. Dessen

Gegenüber Stochl stand ihm allerdings in Nichts nach, parierte kurz vor dem

Halbzeitpfiff einen weiteren Wurfversuch, wodurch es mit 11:10 für die Füchse

in die Kabine ging.

Ab sofort volle Konzentration auf das Niedersachsen-Derby

Kurz nach dem Beginn des zweiten Spielabschnitts wirkte die Mannschaft der Gastgeber

nicht nur wie ausgewechselt, auch personell hatte Trainer Dagur Sigurdsson

rotieren lassen. Mit Colja Löffler, Jonathan Stenbäcken, Marc Bult und Johannes

Sellin kam frischer Wind in das Angriffsspiel der Berliner. Besonders Sellin

wirbelte mit zwei Toren von Rechtsaußen durch die TSV-Abwehr und trug zur

zwischenzeitlichen Drei-Tore-Führung bei. Es sah nach der zurückgewonnen

Dominanz für die Füchse Berlin aus, die nun endgültig das Heft in die Hand

nahmen. Berlins Kapitän Torsten Laen sorgte mit einem Doppelschlag in der 46.

Spielminute für die 22:18 Führung und verschaffte seinem Team somit ein erstes

komfortables Polster. In der Folge verteidigten die Gastgeber ihren Vorsprung

in der Manier eines Spitzenteams und ließen nun ihre Klasse des Öfteren

aufblitzen. Ivan Nincevic baute die Führung mit seinem sechsten Torerfolg sogar

zur 26:21 Führung aus. Acht Minuten vor Ende der Partie fielen bereits fünf

Tore mehr als in der kompletten ersten Halbzeit.

 

Es schien bereits alles entschieden, doch der treffsichere Morten Olsen brachte

die TSV mit seinen Toren sechs und sieben innerhalb weniger Minuten wieder in

Reichweite. Fünf Minuten vor dem Ende stand es plötzlich nur noch 26:24 für die

Hauptstädter, die nun Heinevetter für Stochl ins Spiel brachten. Kurze Zeit

später war der deutsche Nationaltorhüter bereits gefordert, denn Olsen stand

abermals im Mittelpunkt des Geschehens. Er trat nach Foulspiel von Evgeni

Pevnov zum Siebenmeter an. Die Geräuschkulisse der Halle verstummte plötzlich,

alles blickte auf das Duell zwischen Olsen und Heinevetter. Ein Wurf, ein

klatschendes Geräusch und der Lärm in der Halle ertönte. Mit der rechten Hand

parierte der Keeper den Wurfversuch des Dänen, wodurch die 5.603 Zuschauer in

kollektiven Jubel ausbrachen. Wenige Augenblicke später erlöste Berlins bester

Schütze Nincevic mit seinem siebten Tor die Füchse - der Kroate setzte den

Schlusspunkt zum 28:25 und machte alle Hoffnungen der TSV auf einen Punktgewinn

zu Nichte.

Die TSV

steht nun vor der schwierigen Aufgabe, dieses Spiel und die vergebenen Chance

schnell zu vergessen und sich mit vollster Konzentration auf das

Niedersachsen-Derby am morgigen Freitag, 09.12.2011 um 19:45 Uhr vorzubereiten.

Über 8.600 Karten sind für dieses Handball-Ereignis bereits verkauft. Wer sich

also noch keine Karten für diese Partie in der TUI Arena gesichert hat, kann

dies hier noch schnell erledigen.

Tore TSV:Olsen (7/3), Hallgrímsson, Jurdžs (beide 4), Johannsen, Svavarsson (beide 3), Clößner, Jónsson (beide 2)

Tore Füchse:Nincevic (7/1), Christophersen (5), Jaszka, Laen, Petersson (alle 4), Sellin (2), Bult, Stenbäcken (beide 1)

 

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