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Erste Niederlage

RECKEN müssen sich in Melsungen geschlagen geben

Am achten Spieltag hat es auch die TSV Hannover-Burgdorf erwischt. DIE RECKEN hatten beim Spitzenteam MT Melsungen mit 31:25 (17:15) das Nachsehen. "Melsungen hat das heute clever gemacht. Sie hatten mehr Zeit, um zu regenieren und sind daher ein hohes Tempo gegangen. Diesem konnten wir über die 60 Minuten nicht standhalten", stellte Co-Trainer Iker Romero klar.

Die Vorzeichen vor dem Spiel bei den ambitionierten Nordhessen waren denkbar ungünstig. Nicht nur, dass die Niedersachsen nur zwei Tage zur Vorbereitung hatten, auch personell waren die Schützlinge von Trainer Carlos Ortega gehandicapt, denn mit Morten Olsen fiel der zentrale Spieler im RECKEN-Angriffssystem mit Wadenproblemen aus. "Morten hat es beim Warmmachen versucht, aber schnell gemerkt, dass es keinen Sinn hat", erklärte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen. Bei der MT Melsungen konnten die angeschlagenen Akteure wie Felix Danner und der Ex-RECKEN Kai Häfner hingegen mitwirken, so dass die Hausherren in voller Kapelle antreten konnten.

In den ersten 30 Minuten schafften es DIE RECKEN noch, die Begegnung ausgeglichen zu gestalten. Vor allem die Rückraumspieler Fabian Böhm und Nejc Cehte waren torgefährlich und wurden immer wieder von Alfred Jönsson, der die Spielmacherrolle von Morten Olsen übernahm, in Szene gesetzt. Doch in der Abwehr, die in den letzten Wochen herausragend stand, kamen Niedersachsens Spitzenhandballer häufig einen Schritt zu spät. "Wir haben in der Deckung nicht den Zugriff wie zuletzt gehabt. Melsungen ist hohes Tempo gegangen und unser Rückzugsverhalten war nicht gut genug", analysierte Fabian Böhm. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich die Hausherren kurz vor der Pause auf 17:15 absetzen konnten.

Nach dem Seitenwechsel wurden den RECKEN relativ schnell klar, dass sie die Rothenbach-Halle ohne Punke verlassen würden. Melsungen setzte sich konsequent ab, was auch daran lag, dass die Niedersachsen ein ums andere Mal an MT-Keeper Nebojsa Simic scheiterten. Der MT-Schlussmann konnte nicht nur drei Siebenmeter abwehren, sondern vereitelte zahlreiche weitere Großchancen der RECKEN. "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit im Angriff schwer getan und vor allem im Abschluss nicht die nötige Konsequenz gehabt", merkte Christophersen an.

So konnten die Melsunger am Ende einen verdienten 31:25 Sieg bejubeln, der für DIE RECKEN aber keinen Beinbruch darstellt. "Es war klar, dass unsere Serie auch mal reißt. Wir hatten heute mit einigen Unwägbarkeiten zu tun, aber haben jetzt wieder eine Woche, um uns auf das nächste TOP-Spiel gegen den SC Magdeburg vorzubereiten", blickt Sven-Sören Christophersen voraus.

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