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Engagierter Auftritt reicht nicht aus

RECKEN verlieren auswärts bei den Löwen

DIE RECKEN müssen sich trotz einem engagierten Auftritt mit 33:28 bei den Rhein-Neckar Löwen in der SAP Arena geschlagen geben. Die Niedersachsen mussten weiterhin auf vier Spieler ihres Kaders aufgrund der verlängerten Quarantäne verzichten, sodass Trainer Carlos Ortega im Spiel oftmals improvisierte. Dagegen kehrten Evgeni Pevnov und Urban Lesjak in den Kader für das Auswärtsspiel zurück. Insbesondere die Youngsters der RECKEN konnten immer wieder für Ausrufezeichen sorgen und die Partie lange offen gestalten. Matteo Ehlers, der normalerweise für den Perspektivkader auf Torejagd geht, kam zu seinen ersten Bundesliga-Minuten und konnte innerhalb kürzester Zeit sein erstes Tor erzielen.

Filip Kuzmanovski erzielte den ersten Treffer für DIE RECKEN. Trainer Carlos Ortega setzte bereits zu Beginn auf das 7 gegen 6 im Angriff, das zuletzt gegen Kiel eine Halbzeit lang gut funktionierte. Doch in den ersten Minuten hatten die Niedersachsen große Schwierigkeiten gegen die stabile Deckung der Löwen. Die Hausherren fanden besser in die Partie und gingen nach zehn Minuten durch Andy Schmid mit 5:2 in Führung. Ortega reagierte früh und brachte Youngster Veit Mävers in die Partie, der sich mit zwei Treffern in Folge direkt blendend einfügte. Allerdings konnte Kreisläufer Jannik Kohlbacher auf der Gegenseite ebenso immer wieder Nadelstiche in der RECKEN-Abwehr setzen. Aufgrund einer Verletzung von Hannes Feise kam Matteo Ehlers in der 19. Spielminute zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz und konnte bereits wenige Minuten später sein erstes Tor verzeichnen. Neben Ehlers standen zum gleichen Zeitpunkt mit Martin Hanne, Veit Mävers, Petar Juric und Malte Donker insgesamt vier Eigengewächse auf dem Spielfeld. Auch wenn die Löwen immer wieder mit 2/3 Toren in Führung gehen konnten, ließen sich DIE RECKEN nicht abschütteln und zeigten einen engagierten Auftritt gegen das Spitzenteam aus Mannheim. Die beiden Mannschaften gingen mit einem 15:14 für die Rhein-Neckar Löwen in die Halbzeitpause.

Niedersachsens Spitzenhandballer kamen nur mühsam in die zweite Hälfte. Mit einem 3:0 Lauf konnten die Hausherren zu Beginn erstmalig auf vier Tore Vorsprung erhöhen. Trainer Carlos Ortega brachte den zurückgekehrten Evgeni Pevnov in die Partie, der von Spielmacher Veit Mävers sofort zweimal in Folge mit sehenswerten Anspielen in Szene gesetzt wurde. Die Löwen erhöhten jedoch das Tempo und kamen mehrmals über die zweite Welle zu Torerfolgen. Kreisläufer Jannik Kohlbacher (11 Tore) war der Hauptgarant für Treffer auf Seiten der Mannheimer. In der 46. Spielminute bekam Gislason die erste Zeitstrafe des Spiels. Für DIE RECKEN war es die Chance, weiter zu verkürzen - doch statt den Rückstand schwinden zu lassen, erlaubte sich die TSV Hannover-Burgdorf im Angriff einige technische Fehler, die von den Hausherren gnadenlos ausgenutzt wurden. Zehn Minuten vor dem Ende lautete der Spielstand 28:23 und eine Aufholjagd gestaltete sich schwierig, aufgrund der stabilen Löwen-Deckung. Auch wenn sich der Favorit in der zweiten Halbzeit entscheidend absetzte, konnten die Youngsters der RECKEN immer wieder für positive Impulse sorgen. Insbesondere Malte Donker, der im bisherigen Saisonverlauf nur in der Abwehr gespielt hatte, machte seine Sache im Angriff gut. Am Ende müssen sich die Niedersachsen mit 33:28 geschlagen geben und nach einem guten Auftritt, die Heimreise ohne etwas Zählbares antreten.

„Auch wenn wir nur einen kleinen Kader zur Verfügung hatten, wollten wir heute unser Bestes geben. In der Abwehr standen wir leider nicht immer kompakt genug, was am Ende sicherlich auch ausschlaggebend für die Niederlage war“, resultiert Spielmacher Veit Mävers anschließend. Der deutsche Juniorennationalspieler fügt in Hinblick auf die nächsten Aufgaben hinzu: „Wir wollen die nächsten Spiele mit der richtigen Einstellung angehen und wichtige Punkte holen. Wenn wir den gleichen Fokus wie beispielsweise heute bewahren, dann bin ich mir sicher, dass uns das gelingt.“ Die Chance auf Punkte haben DIE RECKEN bereits wieder am Donnerstag in eigener Halle. Gegner ist die zuletzt erfolgreiche HSG Wetzlar, gegen die die Niedersachsen nach dem Hinspiel auch noch eine Rechnung offen haben.

 

DIE RECKEN:

Domenico Ebner, Urban Lesjak, Filip Kuzmanovski (4), Veit Mävers (3), Johan Hansen (5), Petar Juric (1), Evgeni Pevnov (3), Alfred Jönsson, Fabian Böhm, Matteo Ehlers (1), Jannes Krone, Malte Donker (3), Martin Hanne (4), Ilija Brozovic (3), Hannes Feise (1)

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