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EM-Enttäuschung weicht Vorfreude auf kommende Saison

Malte Semisch setzt sich neue Ziele

Nach der Rückkehr von der Junioren-Europameisterschaft in der Türkei mit dem enttäuschenden 7. Platz im Gepäck warten auf Malte Semisch bereits neue Aufgaben. In der vergangenen Woche hat der TSV-Torhüter mit dem Autoführerschein begonnen, was den 2,08 m großen Keeper nach eigenen Worten in der ersten Fahrstunde noch vor große Herausforderungen gestellt hat. Mit dem Einstieg in die Vorbereitung auf die neue Saison muss sich der 19-jährige wegen einer Fersenprellung noch ein wenig gedulden. 

Die zurückliegende Junioren-EM, die für den Youngster das erste große internationale Turnier war, ist nicht nach Wunsch verlaufen. „Der 7. Platz ist in der Endabrechnung für uns sehr enttäuschend, da wir um den Titel mitspielen wollten. Wenn man in der Hauptrunde alle Spiele gewinnt und dann nur durch die schlechtere Tordifferenz nicht in das Halbfinale einzieht, ist das schon bitter“, schildert Semisch seine Gefühlslage. Mit seinen Einsatzzeiten während der Europameisterschaft war der 19-jährige ebenfalls nur bedingt zufrieden. „Ich habe im gesamten Turnier ungefähr 50 Minuten im Tor gestanden und hatte mir natürlich mehr Spielzeiten erhofft.“

Die Organisation und Unterkunft in der türkischen Hauptstadt Ankara waren zwar gut, allerdings war das Zuschauerinteresse an diesem Turnier sehr gering, was unter anderem daran lag, dass die Türkei in der anderen Gruppe spielte. „Unsere Spiele fanden immer nur vor 200 Zuschauern statt, davon waren viele noch Verwandte oder Freunde unserer Spieler“, beschreibt Semisch, dessen Eltern ebenfalls zur Hauptrunde in die Türkei reisten.     

Das Sprichwort „nach einem großen Turnier ist vor einem großen Turnier“ passt aber auch auf den TSV-Keeper, denn Semisch ist noch ein weiteres Jahr für die Juniorennationalmannschaft spielberechtigt. Nach einer hoffentlich erfolgreichen Qualifikation steht dann im nächsten Jahr die Weltmeisterschaft in Bosnien als Höhepunkt bevor. Ab September wird Malte Semisch dann auch erstmalig von Markus Baur trainiert, der die Nachfolge von Christian Schwarzer antreten wird.

Sportlich hat sich der 19-Jährige für die bevorstehende Saison hohe Ziele gesetzt. „Ich will Trainer Christopher Nordmeyer zeigen, dass ich eine ernsthafte Alternative bin und er zukünftig auf mich bauen kann“, erklärt Semisch. Der TSV-Torhüter wird nicht nur regelmäßig in der Bundesligamannschaft mittrainieren, sondern auch das Tor der Reserve hüten, die im Frühjahr den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. „Das Niveau in der 3. Liga wird deutlich stärker sein als noch in der Oberliga. Zudem haben wir einige Derbys, auf die ich mich sehr freue. Mein Ziel ist es, mich über gute Leistungen in der zweiten Mannschaft immer näher an das Bundesligateam heranzuarbeiten“, setzt Semisch auf eine konstante Weiterentwicklung.

Mit dem Autoführerschein in der Tasche und einer guten Saisonvorbereitung wird die Enttäuschung der Europameisterschaft bei Malte Semisch schnell der Vorfreude auf die neue Spielzeit weichen. 

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