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Eine Niederlage mit viel positiven Ansätzen

DIE RECKEN ziehen sich bei den Rhein-Neckar Löwen achtbar aus der Affäre

Normalerweise ist die Laune bei den Profis der TSV Hannover-Burgdorf nach einer Niederlage entsprechend schlecht. Nach dem 29:23 (12:12) beim amtierenden Pokalsieger Rhein-Neckar Löwen war die Stimmung im RECKEN-Lager aber besser als gewöhnlich. Dafür gab es aus Sicht von Niedersachsens Spitzenhandballern gleich mehrere Gründe. Neben der insgesamt ansehnlichen Leistung war vor allem der Auftritt der Jungrecken Martin Hanne und Veit Mävers sensationell. „Die beiden haben das gemacht, was sie auch immer im Training machen. Sie haben sehr gut gespielt“, erklärte Kapitän Kai Häfner nach dem schwungvollen Auftritt des 18- und 17-jährigen.

Am Ende standen für Hanne fünf und für Mävers drei Tore auf dem persönlichen Habenkonto. Der 17-jährige Hanne avancierte damit in seinem ersten Spiel direkt zum Haupttorschützen für DIE RECKEN. „Ich glaube, ich habe damals in meinem ersten Spiel in der stärksten Liga der Welt gar kein Tor gemacht. Daher kann ich nur sagen: Chapeau“, zog Kai Häfner alle Hüte. „Ich habe selten so viel Spaß an einer Niederlage gehabt“, lobte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen ebenfalls die Talente aus der erfolgreichen Reckenschmiede.

Neben den Youngstern war es auch Kapitän Kai Häfner zu verdanken, dass die Niedersachsen bis zur 40. Spielminute auf Augenhöhe agierten. Durch die Ausfälle von Fabian Böhm (Wade) und Morten Olsen (Bronchitis) fungierte Häfner zu Beginn als Spielmacher und setzte seine Nebenleute immer wieder gekonnt in Szene. Da DIE RECKEN neben einer guten Angriffsleistung auch in der Abwehr überzeugten und in Urban Lesjak einen sicheren Rückhalt hatten, gingen beiden Mannschaften mit einem 12:12 Unentschieden in die Pause. „Wir haben das Spiel über lange Zeit sehr offen gestaltet, was so nicht zu erwarten war“, sagte Trainer Carlos Ortega.

Erst ab der 40. Spielminute setzte sich die Qualität der Rhein-Neckar Löwen sukzessive durch und die Niedersachsen gerieten Stück für Stück ins Hintertreffen. „Wir wussten, wenn die Löwen ins Rollen kommen, wird es sehr schwer für uns. In dieser Phase haben wir zu viele Bälle leichtfertig hergegeben, so dass es für die Löwen einfacher wurde“, bemerkte Ortega.

So konnte sich der Favorit bis auf 21:15 absetzen und behielt diese Führung auch bis zum 29:23 Endstand bei. „Trotz der Niederlage nehmen wir heute viel Positives mit. Jetzt geht es darum, dass wir am Dienstag alles in die Waagschale werfen, um im Pokal gegen den HC Erlangen eine Runde weiterzukommen“, so Sven-Sören Christophersen. „Am Dienstag zählt nur ein Sieg. Jeder, der das RECKEN-Trikot trägt, muss über sich hinauswachsen“, weiß auch Kai Häfner um die Bedeutung des Pokalspiels.

Sollten dies DIE RECKEN erfolgreich gestalten, wäre die Laune im RECKEN-Lager mit Sicherheit noch besser als am Samstagabend in Mannheim.

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