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„Eine geile Aufholjagd“

RECKEN nehmen Punkt aus Magdeburg mit

Die TSV Hannover-Burgdorf hat mit einem Wahnsinnscomeback ein Unentschieden beim SC Magdeburg erzielt. Dabei lagen DIE RECKEN rund acht Minuten vor Schluss mit 30:24 scheinbar aussichtslos hinten, doch mit einem 6:0 Lauf gelangen Niedersachsens Spitzenhandballern, angeführt von den 13 Treffern von Nationalspieler Timo Kastening, doch noch das 30:30 (16:13) Unentschieden. „Das war eine geile Aufholjagd. Gefühlt waren wir so früh aussichtslos hinten, das Magdeburg einen Gang zurückgeschaltet hat. Wir haben einfach weitergemacht und am Ende ist es super, dass wir noch einen Punkt gewinnen konnten“, sagte Kastening. „Wir hatten lange Zeit sehr große Probleme, aber am Ende hat die Mannschaft sehr stark gefightet und sich einen ganz wichtigen Punkt gesichert“, erklärte Trainer Carlos Ortega.

DIE RECKEN legten in der Anfangsphase durch drei Treffer des Rechtsaußen mit 3:2 (6.) vor, doch die Hausherren zogen in der Folge auf 6:3 (11.) davon. Von dem Rückstand ließen sich die Niedersachsen aber nicht beirren und glichen postwendend durch das fünfte Tor von Kastening zum 6:6 aus. Allerdings lag zu viel Verantwortung auf den Schultern des Linkshänders, denn DIE RECKEN hatten vor allem aus dem Rückraum erhebliche Schwierigkeiten, erfolgreich zum Torabschluss zu kommen. „Gefühlt hatten beide Mannschaften mit ihrer Startformation etwas Probleme und das Spiel stockte im ersten Abschnitt zu häufig“, analysierte der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen.

Magdeburg fand aber schneller in den gewohnten Rhythmus und setzte sich bis zur Pause wieder mit drei Treffern auf 16:13 ab. Nach dem Seitenwechsel schafften es DIE RECKEN zunächst nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen. Dies lag vor allem an der unzureichenden Chancenverwertung, denn zu häufig stand SCM-Keeper Jannick Green den Niedersachsen im Weg.

So gerieten DIE RECKEN bis zur 44. Spielminute mit 25:18 ins Hintertreffen. „In dieser Phase mussten wir aufpassen, dass wir nicht mit einer hohen Niederlage auf die Heimreise geschickt werden“, gestand Christophersen. Bis zum 30:24 (53.) deutete wenig auf eine Aufholjagd der RECKEN hin, doch in den letzten Minuten entwickelte das Spiel eine ganz neue Eigendynamik.

In doppelter Überzahl gelang der offensiven RECKEN-Abwehr durch Kastening zwei Steals, die er einmal selbst und beim anderen Male durch Vincent Büchner ins verwaiste Magdeburger Tor nutzte. Magdeburg gelang es jetzt nicht mehr, den Schalter wieder umzudrehen und DIE RECKEN konnten durch Paraden von Domenico Ebner sowie weiteren Ballgewinnen konsequent verkürzen. „Die Mentalität der Mannschaft war ganz stark und ist hervorzuheben“, stellte Christophersen klar.

In Ebner und Kastening hatten die Niedersachsen in dieser Phase zwei Hauptdarsteller, die maßgeblich dazu beitrugen, dass DIE RECKEN nach einem verwandelten Siebenmeter des Linkshänders zum 30:30 (60.) ausgleichen konnten. Magdeburg wollte den finalen Punch setzen, doch erneut konnte Kastening den Ball klauen, so dass die Niedersachsen urplötzlich sogar die Siegchance besaßen.

Doch der letzte Schachzug gelang nicht, denn der SCM konnte einen Pass von Mait Patrail abfangen und den Totalschaden dadurch verhindern. Dieser kleine Makel wird die Aufholjagd par excellence aber nicht schmälern. „Ein Punkt in Magdeburg ist immer gut“, wusste auch Timo Kastening das Ergebnis entsprechend einzuordnen.

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