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Ein Spiel, das alle begeisterte!

DIE RECKEN machten am heutigen Sonntagabend den Attributen Kampf, Leidenschaft und Zusammenhalt aller Ehre. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand gelingt den Hausherren eine unglaubliche Aufholjagd, die am Ende mit zwei Punkten belohnt wird. „Wir haben in diesem Spiel unsere Schwächen und Stärken gezeigt. Am Anfang hatten wir große Schwierigkeiten damit, strategisch zu agieren. In der zweiten Hälfte konnten wir dann zeigen, wie wir mit Aggressivität und Kampf acht Tore aufholen können“, lautet das Fazit von RECKEN Trainer Christopher Nordmeyer.

Gäste gelingt besserer Start

Vor fast ausverkauftem Haus galt es heute für DIE RECKEN im vorletzten Heimspiel gemeinsam mit dem „Achten Mann“ Vollgas zu geben. Der bessere Start gelang zunächst den Gästen aus Wetzlar, die nach etwas mehr als zwei gespielten Minuten mit 2:0 in Führung gingen. Doch die Niedersachsen legten binnen zwei weiteren Zeigerumdrehungen erfolgreich nach und egalisierten durch Rúnar Kárason zum 2:2. Im Angriff lief es indes noch nicht rund, da die Hausherren ihre Chancen leichtfertig aus der Hand gaben. Folgerichtig legte RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer beim Stand von 2:6 (9.) die grüne Karte auf den Tisch.

Kárason zeigte im folgenden Angriff die geforderte Durchschlagskraft und versenkte den Ball im Netz von HSG-Torhüter Andreas Wolff zum 3:6. Für DIE RECKEN startete nun eine kleine Aufholjagd in der ersten Spielphase. Nachdem Ivano Balic über den Kreis den nächsten Treffer für die Mittelhessen erzielte, schlug auch Kai Häfner zu und verkürzte in der 16. Minute zum 6:9. Zwei weitere Minuten später machte der Schwabe bis dato seinen „Dreier“ voll und brachte seine Mannschaft auf 8:10 wieder ran.

Kein Durchkommen für die Hausherren

Die HSG legte abermals in den kommenden Minuten einen Zwischenspurt ein und baute den Vorsprung aus. In der 26. Minute setzte sich indes Filip Mirkulovski gegen seinen kommenden Arbeitgeber durch und konnte nur noch unsauber gestoppt werden. Den anschließenden Sieben-Meter verwandelte Kárason zum 9:14. DIE RECKEN fanden jedoch auch in den letzten Minuten des ersten Durchgangs nicht richtig in ihr Spiel. Für den 11:17-Halbzeitstand in Hannover sorgte der Wetzlarer Außenspieler Dejan Manaskov.

In der zweiten Hälfte galt es damit für die Hausherren alles in die Waagschale zu werfen, um eine erfolgreiche Aufholjagd einzuläuten. Kein leichtes Unterfangen, denn die Mittelhessen blieben ihrer Abwehrstärke treu. In der 35. Minute erzielte Häfner das 14:19 für seine Farben. Applaus erntete auch Nikolai Weber, der ein weiteres Tor für die HSG erfolgreich verhinderte. In der kommenden Minute folgte dann eine unschöne Szene für Kárason, der vom Sieben-Meter-Strich Wolff im Gesicht traf. Die beiden Unparteiischen entschieden in dieser Situation auf Rote Karte, was das Ende in der Begegnung für den Isländer bedeutet. Doch DIE RECKEN zeigten sich alles andere als geschockt und konnten in der 40. Minute in Persona Mirkulovski den Anschlusstreffer (18:19) erzielen. Die Aufholjagd war geglückt und die Halle feuerte euphorisch ihr Team in der entscheidenden Endphase an.

Acht-Tore-Rückstand aufgeholt

DIE RECKEN spielten sich nun in einen Rausch und ließen die Halle kochen. Kapitän Torge Johannsen knallte den Ball in die Maschen von Wolff und brachte sein Team mit 22:20 (46.) in Front. Ein packendes Spiel bahnte sich an, das nichts für schwache Nerven war.

In den letzten zehn Minuten versuchte der Gäste-Trainer Kai Wandschneider DIE RECKEN durch die Umstellung auf eine offensivere Abwehr aus dem Konzept zu bringen. Der HSG gelang es durch den Sieben-Meter von Guillaume Joli auf ein Tor heranzukommen (23:24, 53.). In den finalen Minuten entwickelte sich das Spiel zu einem Krimi, in dem beide Seiten ihre Chancen nicht verwerten konnten. Den entscheidenden Treffer zum 27:25 gelang Johannsen, der von seinem Torhüter Weber in den Tempogegenstoß geschickt wurde. Wetzlar versuchte es noch einmal mit offensiver Manndeckung, die Häfner die Gelegenheit zum freien Wurf aufs Tor eröffnete und den Endstand von 28:26 markierte. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Heute hat man gesehen, was möglich ist, wenn alle Spieler zur Verfügung stehen und der Funke von den Zuschauer auf die Spieler  überspringt“, freute sich Nordmeyer neben dem doppelten Punktgewinn auch über die Unterstützung seitens des „Achten Mann“.

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