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Ein Punkt in das Osternest

DIE RECKEN und der VfL Gummersbach – eine Konstellation, zu der es in dieser Saison, mit dem heutigen Bundesliga-Spiel, bereits zum dritten Mal in dieser Saison kam. Ein Remis und eine Niederlage für Niedersachsens Spitzenhandball lautet die Bilanz aus den beiden Spielen. Doch, wie es in jeder Begegnung in der „stärksten Liga der Welt“ der Fall ist, standen die Uhren für beide Teams heute Abend wieder auf Anfang. Die Partie entwickelte sich mit fortschreitender Zeit zu einem harten Kampf, der am Ende mit dem 26:26-Spielstand beiden Teams einen Punkt in das Osternest bescherte. Beste Werfer bei den Gästen waren mit jeweils sechs Toren Julius Kühn und Raul Santos. Bei den RECKEN erzielte Sven-Sören Christophersen mit sieben Treffern die torreichste Erfolgsquote.

Rückkehrer melden sich zurück

Das Osterspiel am Gründonnerstag eröffnete Sven-Sören Christophersen mit einem Wurf aus dem Rückraum (1:0). Einen guten Start in das Spiel erwischte auch Torhüter Nikolai Weber, der bereits nach sieben Minuten zwei Paraden verbuchen konnte. Doch auch auf der Gegenseite machte Carsten Lichtlein auf sich aufmerksam und verhinderte die Führung für DIE RECKEN. Folgerichtig nutzten die Gäste ihre sich daraus ergebenen Chancen und gingen nach acht Minuten mit 3:1 in Front.

Der VfL präsentierten sich, wie es RECKEN-Trainer Christoper Nordmeyer vor der Begegnung gegen den Altmeister bereits angekündigt hatte, wurfstark aus dem Rückraum. Nach einer Viertelstunde zeigte die Uhr den Zwischenstand von 3:5 aus Sicht der Hausherren an. Eine Zeigerumdrehung später sorgte Nordmeyer dafür, dass das Spiel für eine Minute pausiert wurde. Die kurze Ansprache zeigte die gewünschte Wirkung. Zunächst verwandelte Christophersen für seine Farben. Im direkten Anschluss an den Treffer des Nationalspielers meldete sich RECKEN-Kapitän Torge Johannsen nach langer Verletzungspause zurück und markierte den Ausgleichstreffer (6:6). In der 21. Minute sorgte Mait Patrail für einen Gänsehautmoment in der Swiss Life Hall, als er sein erstes Tor in seinem ersten Einsatz in dieser Saison verbuchen konnte (7:6).  

Mit Wille und Kampfkraft

Es waren noch fünf Minuten zu spielen, als Weber den direkten Tempogegenstoß von Raul Santos parierte und damit für großen Jubel bei den Fans sorgte (8:9). Die Begegnung blieb weiterhin offen, da sich keines der Teams weiter absetzen konnte. Beim Stand von 11:12 traten beide Mannschaften den Gang in die Kabine an. Die Oster-Begegnung versprach eine zweite spannende Hälfte, in der beide Teams um jeden Zentimeter auf dem Feld kämpften. Nach sieben weiteren gespielten Minuten gelang es Lars Lehnhoff den Ball im Angriff der Gummersbacher abzufangen. Sofort begab sich der Flügelflitzer in den Tempogegenstoß und belohnte seine gute Abwehrarbeit mit dem Treffer zum 16:16.

Das Spiel der RECKEN nahm nun immer mehr an Fahrt auf. Getragen von der positiven Stimmung in der Halle, versenkte Christophersen den Ball im Netz von Lichtlein (19:18, 43.). Der VfL wusste jedoch mittels einer starken Abwehrarbeit das Aufbäumen der Hausherren zu unterbinden. Zwölf Minuten vor Spielende baute der Altmeister die Führung durch den Treffer von Tobias Schroeter auf 22:20 aus. Doch DIE RECKEN kämpften weiter. So auch in Minute 53, als ein verloren geglaubter Ball von Johannsen aus dem Kreis gefischt wurde und Joakim Hykkerud den Ball im Tor der Gäste versenkte (22:23). Die Zuschauer spürten den starken Willen der RECKEN und unterstützten ihr Team in den letzten vier Minuten nun lautstark im Stehen. Die verbleibende Zeit war nichts für schwache Nerven. Im finalen Angriff blieben die Gäste in Ballbesitz, so dass DIE RECKEN keine Chance mehr auf einen Sieg in letzter Sekunde hatten. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit 26:26.

Statistik:

DIE RECKEN – VfL Gummersbach

DIE RECKEN: Weber, Meyer, Johannsen (2), Andreu (1), Patrail (3), Hykkerud (1), Lehnhoff (4), Gudmundsson, Kárason (6/4), Sevaljevic (1), Christophersen (7), Kastening (1), Mirkulovsaki, Dräger, Pollex.

VfL Gummersbach: Lichtlein, Puhle, Schroeter (2), Ernst (3), Kühn (6), Persson (1), Larsson (3), Jonsson, von Gruchalla, Bult (2), Becker (2), Schröder (1), Santos (6/2), Civil, Strohl

Siebenmeter: 5/4 – 2/2

Strafminuten: 3:4

Schiedsrichter: Fleisch/Rieber

Zuschauer: 3.505

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