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Ein Neuzugang als Glücksbringer

Es war ein unspektakulärer Neuzugang, der im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hintertür kam. Keine Pressemeldung, keine Stimmen von den Offiziellen der TSV Hannover-Burgdorf, nicht einmal ein Facebook-Beitrag wurde über den „Neuling“ herausgegeben. Und doch kann er als ein wichtiger Glücksbringer der RECKEN beim Heimsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt gesehen werden.

Denn der frisch gelegte, strahlend blaue Hallenboden hatte schon einmal in dieser Spielzeit eine Niederlage der Flensburger erlebt. Damals noch in Diensten der Rhein-Neckar Löwen setzte es für die Nordlichter eine 29:22 Auswärtspleite. Vor einigen Wochen war der Wechsel fix, der Bodenbelag wurde von den RECKEN gekauft. Letzte Woche war dieser dann in Mannheim abgebaut und nach Hannover verschickt worden, um am Wochenende seine Premiere an neuer Wirkungsstätte zu feiern. Am Freitag wurde er fachmännisch in der Hannoveraner Swiss Life Hall verlegt. Keine 48 Stunden später wurde der Hallenboden dann genau wie die 4.097 Zuschauer in der ausverkauften „RECKEN-Festung“  Zeuge einer äußerst starken Leistung der Mannschaft um Kapitän Lars Lehnhoff.

60 Minuten lang gekämpft

„Das war über 60 Minuten eine ansprechende Leistung. Die Konstanz über die gesamte Spielzeit haben wir die letzte Spiele vermisst, heute waren wir zu jeder Zeit fokussiert und engagiert“, freute sich RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer nach der Schlusssirene. In der Tat, seine Mannschaft hatte die Flensburger zuvor auch bei Rückstand immer auf Schlagdistanz gehalten, um dann in der zweiten Halbzeit die Wende zu schaffen. Nach der Pause waren die Gastgeber das spielbestimmende Team und gingen verdient in Führung. Doch die Flensburger gaben nicht auf und sorgten somit für eine spannende Schlussphase – mit dem besseren Ende für DIE RECKEN.

Lob von den Gästen

„Kämpferisch war das erste Klasse, das haben die Hannoveraner sehr gut gemacht“, musste Gäste-Coach Ljubomir Vranjes nach dem Spiel anerkennen.  Anders Eggert, mit 11 Toren bester Torschütze der SG Flensburg-Handewitt, zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt: „Wir hatten in der zweiten Hälfte große Probleme gegen die Abwehr der RECKEN Tore zu machen. Dadurch wird es natürlich sehr schwer hier zu gewinnen.“

Die TSV Hannover-Burgdorf entwickelt sich immer mehr zum Angstgegner der SG Flensburg-Handewitt. Sowohl in der vergangenen, als auch in der aktuellen Spielzeit gelang es der Spitzenmannschaft aus dem hohen Norden nicht, die Punkte aus der Swiss Life Hall zu entführen. Beide Male verloren die Gäste mit jeweils einem Tor Unterschied. Für DIE RECKEN bleibt jedoch keine Zeit sich auf dem Erfolg auszuruhen. Bereits am Mittwoch steht die nächste Partie der DKB Handball-Bundesliga bei der HBW Balingen-Weilstetten an. Dort gilt es die gezeigte Leistung zu bestätigen, um weiterhin um die Tabellenplätze, die zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigen, mitzuspielen.

Der Neuzugang kann bei den anstehenden Aufgaben jedoch nicht mithelfen. Er liegt fein säuberlich aufgerollt in den Katakomben der Swiss Life Hall und wartet auf seinen nächsten Einsatz.

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