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Dramatik bis zum Schluss

RECKEN trennen sich in Coburg unentschieden

Erneut an Spannung bis zur letzten Sekunde nicht zu überbieten war der Auftritt der TSV Hannover-Burgdorf am 32. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga. Beim HSC 2000 Coburg lagen DIE RECKEN über weite Strecken der Begegnung in Führung, mussten sich letztendlich aber noch mit einem Unentschieden begnügen. Ein 27:27 (11:13) zierte nach 60 Minuten die Anzeigetafel der HUK-COBURG arena. „Wir haben über weite Strecken eine sehr disziplinierte Leistung abgerufen. Es hat lange danach ausgesehen, dass wir zwei Punkte mitnehmen. Das ist uns am Ende nicht gelungen, weshalb wir natürlich enttäuscht sind“, gab RECKEN-Trainer Jens Bürkle Einblick in seine Gefühlslage. HSC-Trainer Jan Gorr hingegen freute sich für seine Mannschaft „in einer kampfbetonten Partie über einen nach diesem Spielverlauf natürlich gewonnenen Punkt.“

Die 2.411 Zuschauer erlebten in der HUK-COBURG arena eine ausgeglichene Anfangsphase, in der vor allem zu Beginn die Abwehrreihen inklusive Torhüter dominierten und so für eine zunächst torarme Begegnung sorgten. Nach wechselnder Führung legten DIE RECKEN nach dem 3:3 (7. Minute) durch Morten Olsen und Casper U. Mortensen erstmals zwei Treffer vor, Coburg glich jedoch umgehend wieder aus (5:5). Auch in der Folge schenkten sich die Teams nichts, wobei sich die Angriffseffektivität auf beiden Seiten allmählich erhöhte.

Erst nach dem 10:10 (26.) gelang es den Niedersachsen, die neben Csaba Szücs und Dominik Kalafut kurzfristig auch auf Kapitän Torge Johannsen verzichten mussten, sich erneut auf zwei Tore abzusetzen. Eine Auszeit der Gastgeber zeigte mit dem Treffer von Tom Wetzel zum 11:12 zunächst die aus HSC-Sicht gewünschte Wirkung. RECKE Kai Häfner war es anschließend vorbehalten, rund 20 Sekunden vor der Pause den 11:13-Halbzeitstand und somit eine knappe Führung für seine Farben nach 30 Minuten zu markieren.

Mit einem Doppelschlag von Häfner benötigten die Niedersachsen nach Wiederbeginn keine zwei Minuten, um sich beim 11:15 erstmals deutlicher in dieser Partie abzusetzen. Zwar blieb Coburg zunächst bis zum 14:17 (38.) auf Tuchfühlung, Treffer von Kárason, Häfner und Olsen zwangen Heimtrainer Jan Gorr jedoch beim 14:20 nach 40 Minuten zu seiner zweiten Auszeit. „Wir haben in der ersten Hälfte und speziell zu Beginn der zweiten Halbzeit eine sehr gute Abwehr gespielt und die gegnerischen Fehler konsequent über unseren Gegenstoß bestraft. Dadurch hatten wir das Spiel bis zum 14:20 fest im Griff“, analysierte Jens Bürkle die Phase bis zur höchsten Führung des Spiels.

Angetrieben vom lautstarken Publikum fanden die Gastgeber anschließend jedoch allmählich zurück in die Begegnung. Bis zum 17:23 (46.) durch Joakim Hykkerud blieb die Führung der RECKEN noch stabil, drei schnelle Tore in Folge ließen den HSC allerdings wieder in Schlagdistanz kommen. „Wir haben dann einige Angriffe zu voreilig abgeschlossen und den Vorsprung dadurch zu schnell hergegeben, wodurch Coburg wieder ins Spiel zurückgefunden hat“, so Bürkle. Nach dem 21:25 markierten Treffer von Till Riehn und Nico Büdel so schließlich den 24:25-Anschluss bei noch sieben Minuten Spielzeit.

Im Angesicht des nun wieder völlig offenen Spielausgangs glichen die Gastgeber beim 26:26 knapp 3 Minuten vor Spielende erstmals seit der ersten Hälfte durch Florian Billek, mit acht Toren gleichzeitig bester Schütze der Partie, wieder aus. DIE RECKEN ließen sich davon jedoch nicht beirren und legten ihrerseits durch Kreisläufer Erik Schmidt erneut vor. Mit einer Auszeit stimmte HSC-Trainer Gorr seine Mannschaft anschließend auf den letzten Angriff ein, der für Coburg in einem Siebenmeter resultierte, den abermals Billek 26 Sekunden vor dem Ende nervenstark verwandeln konnte. Der letzte Angriff der RECKEN brachte anschließend nur noch einen finalen Freiwurf ein, der jedoch nicht mehr von Erfolg gekrönt sein sollte.

Stenogramm:

HSC 2000 Coburg:

Kulhanek, Krechel; Barsties, Hagelin (2), Wucherpfennig, Kelm (2), Weber (2), Lex (1), Billek (8/2), Riehn (5), Büdel (3), Wetzel (4)

DIE RECKEN:

Ziemer, Semisch; Mortensen (3), Patrail (5), Hykkerud (1), Lehnhoff, Häfner (6), Böhm, Karason (3/1), Schmidt (2), Olsen (5), Pollex, Christophersen, Kastening (2)

Siebenmeter:  2/2 – 2/1

Zeitstrafen:  2 – 2

Zuschauer:  2.411

Schiedsrichter:  Behrens/Fasthoff

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