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„Die Zuschauer haben nochmal einen draufgesetzt“

RECKEN halten SC Magdeburg in Schach

Die TSV Hannover-Burgdorf hat ein weiteres Spitzenspiel für sich entscheiden können. DIE RECKEN bezwangen den SC Magdeburg nach packenden 60 Minuten e mit 31:28 (14:15) und bleiben damit in heimischer Halle weiter ungeschlagen. „Urban Lesjak hält heute überragend und wir stellen insgesamt eine super Abwehr. Magdeburg hat eine starke Mannschaft, wir sind glücklich über den Sieg und wollen den Weg weiter gehen“ freute sich RECKEN-Trainer Carlos Ortega nach dem Spiel.

Erneut waren DIE RECKEN in diesem Aufeinandertreffen nicht in der Favoritenrolle. Obwohl der Gast aus Magdeburg vor dem Spiel nur auf Rang 7 stand, zählen die Bördestädter zu den Topteams der Liga. In einer temporeichen Anfangsphase konnten sich DIE RECKEN wieder einmal auf ihre starke Abwehr verlassen. 

Urban Lesjak zeigte direkt einige Paraden, während im Angriff der wieder genesene Morten Olsen drei der ersten fünf RECKEN-Tore warf und so das Zepter in der Hand hielt. Es entwickelte sich bis zur Pause eine spannende Begegnung, in der sich weder die Niedersachsen noch die Gäste entscheidend absetzen konnten. Trotzdem dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, ehe Timo Kastening per Siebenmeter zum 15:14 die erste RECKEN-Führung markierte. „Wir führen zur Halbzeit sicherlich etwas glücklich und haben mit dem eigenen Anwurf auch einen weiteren Vorteil in der zweiten Hälfte.“ bemerkte Sven-Sören Christophersen. Gäste-Trainer Bennet Wiegert sah es ähnlich: „Gefühlt waren wir die bessere Mannschaft, aber auf der Anzeigetafel stand etwas anderes.“

Vor der atemberaubenden Kulisse von 8.060 Zuschauern in der RECKEN-Festung drehte sich nach Wiederanpfiff schnell das Blatt zu Gunsten der Niedersachsen. Fortan waren es DIE RECKEN, die immer wieder mit ein oder zwei Toren führten, so auch als Vincent Büchner zum 18:16 (38.) das leere Magdeburger-Tor aus der eigenen Hälfte traf. Beim Vorsprung von zwei Toren sollte es aber nicht bleiben. Die Hannoveraner zogen Stück für Stück davon, bis Morten Olsen beim 23:18 (46.) sogar auf fünf Tore Vorsprung erhöhte. 

Mit Lesjak war es erneut ein RECKEN-Torhüter, der die Gäste verzweifeln ließ und seine Quote mit der 15. Parade in der 50. Spielminute auf sagenhafte 45 Prozent stellte. „Die Leistung von Urban muss man herausheben. Das war eine ganz starke Vorstellung“, lobte Sven-Sören Christophersen. Der Sieg schien zum Greifen nahe, doch durch waren die Ortega-Schützlinge noch lange nicht. Magdeburg erhöhte das Tempo und setzte den RECKEN-Angriff mit einer offensiven Abwehrformation zunehmend unter Druck. So kamen die Gäste mehrfach auf drei Treffer heran. Zu mehr sollte es aber nicht reichen, denn die Niedersachsen behielten die Nerven. „Mait hat das gut gelöst“, lobte Carlos Ortega seinen Rückraumspieler Patrail, der mit der nötigen Ruhe und Konzentration die Übersicht behielt. 

So markierte der Este das 26:22 selbst und bediente anschließend mustergültig Timo Kastening, der das 27:23 frei vom Kreis erzielte. Magdeburg antwortete aber postwendend und vor allem schnell und so brauchte es die wichtigen Treffer von Ivan Martinovic zum 28:24 und Kapitän Fabian Böhm, der in der Endphase abermals voran ging und das 29:25 markierte. Die Entscheidung fiel aber erst als Ilija Brozovic zwei Minuten vor dem Ende, wieder nach herrlichem Patrailanspiel, den 30:26 Treffer besorgte. Der Schlusspunkt gehörte mit dem 31:28 Kastening, danach kannte die Freude im RECKEN-Lager keine Grenzen mehr. „Die Zuschauer haben gegenüber dem Heimspiel gegen Flensburg noch einmal einen draufgesetzt und uns förmlich zum Sieg getragen. Hoffentlich wird es am Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen auch so voll“, zählt Sven-Sören Christophersen auf die heimischen Anhänger. 

Denn nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel wenn am Donnerstagabend (19.00 Uhr TUI Arena) die Rhein-Neckar Löwen ihre Visitenkarte in der niedersächsischen Landeshauptstadt abgeben.

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