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Die Stimmungsmacher der TSV Hannover-Burgdorf

Hallensprecherteam verlässt den Balkon

 

Besser bekannt sind sie unter ihren Künstlernamen „Paddel& Rolle“, im Alltag heißen sie jedoch Stefan Hallebach und Rolf Hoppe.Jeden Heimspieltag der TSV Hannover-Burgdorf klettern sie denHallensprecherbalkon der AWD-Hall hinauf und bedienen die Musikanlage und dasMikrofon. Doch dieser Lebensabschnitt ist nun vorbei: Nach 17 Jahren verkündetdas Duo den Abschied vom Spielgeschehen, um zukünftig mehr Zeit der Familie unddem Beruf widmen zu können.

Vor dem Anpfiff

Ca. zwei Stunden vor Spielbeginn betreten Paddel und Rolle nacheinanderden Hintereingang der AWD-Hall, wie immer die dicke Aktentasche unter der Hand.Es folgt eine herzliche Umarmung der der beiden Kumpels und schon geht eshinauf auf den Hallensprecherbalkon. Mit guter Laune werden die Tontechnikerbegrüßt, dann beginnt auch schon der Soundcheck. „Generalprobe für dieEinlauf-Inszenierung“ könnte es auch heißen. Die Trommler bekommen ihren Tonins Ohr - die Stimme von „Paddel“ und die eingespielte Musik von „Rolle“ überdas Mischpult. Alles wird perfekt abgemischt. Anschließend werden dieFeinheiten besprochen, der Text passend zur Videowall abgestimmt. In derZwischenzeit betreten die ersten Zuschauer die Halle.

Die Show beginnt

45 Minuten vor Spielbeginn beginnt dann die Begrüßung mitder Durchsage in der Halle: „Meine Damen und Herren, Herzlich Willkommen beider TSV Hannover-Burgdorf!“. Der Applaus bleibt nicht aus und passend wirdstimmungsvolle Musik eingespielt – wie auch die anschließenden zwei Stundenlang. Immer wenn auch nur ein kleiner Leerlauf entsteht und das Spielunterbrochen ist, beginnt die rhythmische Musik aus den Lautsprechern zu schallenund bringt das ohnehin schon begeisterte Publikum dazu, mit ihren „Klatschpappen“das Spiel zu begleiten.

Keine Zeit für Pausen

Wer glaubt Hallensprecher sei ein einfacher Beruf, der hatsich komplett getäuscht. Stets wachsam wird das Spiel verfolgt, schließlichsoll jeder Torschütze durchgesagt werden, egal ob aus dem Gäste-  oder Heimteam. Bei Letzterem dauert dieAnkündigung jedoch logischerweise etwas länger: Ist der Ball im gegnerischenTor untergekommen, beginnt augenblicklich die Einspielung eines fröhlichenLiedes, gefolgt vom emotionalen Anpreisen des TSV-Torschützen. Paddel brüllt denVornamen in das Mikrofon, die TSV-Fans antwortet mit dem Nachnamen – das ganzeSzenario bis zu über 30-mal pro Spiel.

Das Ende der Ära„Paddel & Rolle“

Am letzten Spieltag der TSV gegen TuS N-Lübbeckeverabschiedeten sich die beiden mit ihrem letzten Auftritt alsHallensprecherteam. Direkt nach Spielschluss wurden sie auf das Spielfeldgebeten und gebührend verabschiedet.  Armin Arm standen sie auf dem Parkett und winkten den klatschenden Zuschauen zu.Dass dort die eine oder andere Träne nicht ausblieb ist ein Zeichen dafür, mitwie viel Leidenschaft und Engagement die beiden ihre Aufgabe verfolgten. „Ichbin jetzt an einem Punkt angelangt, wo meine Kinder ihren Papa öfter brauchen“,begründete „Paddel“ seinen Abschied und auch „Rolle“ fügte hinzu, dass „derUrlaub jetzt unabhängig von den Spielen der TSV gebucht werden könne“. Gänzlichverzichten muss die TSV jedoch auf die beiden nicht. „Ich werde mir eineDauerkarte kaufen und werde zu den Spielen kommen, zu denen ich Lust habe“,versprach „Rolle“ im Hinblick auf die neue Saison.

Das komplette Team der TSV Hannover-Burgdorf bedankt sichfür die tolle Zusammenarbeit und wünscht Rolf „Rolle“ Hoppe und Stefan „Paddel“Hallebach viel Erfolg in ihrem neuen Lebensabschnitt.

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