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Die Mentalität stimmt, das Ergebnis nicht

RECKEN unterliegen dem Rekordmeister

Die TSV Hannover Burgdorf hat den Start in die zweite Saisonhälfte nicht erfolgreich bestreiten können. Gegen den THW Kiel unterlagen DIE RECKEN vor ausverkaufter Kulisse von 9.900 Zuschauer mit 25:32 (13:18). „Wir hatten heute keine wirkliche Chance auf einen Sieg gegen Kiel, obwohl wir gut in die Partie gestartet sind. Dann haben wir zu viele einfache Fehler gemacht und sind am Ende leider nicht mehr rangekommen“, resümierte Trainer Carlos Ortega.

DIE RECKEN starteten vor frenetischer Kulisse allerdings gut in die Partie. Ein Tor per Kempa-Trick durch Fabian Böhm zum 4:2 (6.Minute) brachte die Halle erstmals zum Beben und sorgte aus RECKEN-Sicht für einen Höhepunkt. Ein großer Wermutstropfen der Anfangsphase war allerdings die frühe zweite Hinausstellung für Nejc Cehte in der 13. Minute. „Die zweite Zeitstrafe für Nejc war sicherlich einer der Knackpunkte der Partie, denn fortan mussten wir sowohl hinten wie vorne stark improvisieren“ bewertete der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen die Entscheidung als mit spielentscheidend.

Denn fortan kam der Rekordmeister deutlich besser ins Spiel und ließ die Muskeln spielen. Vor allem in der Abwehr legte der THW nach dem 6:4 für DIE RECKEN einen Zahn zu und stellte in Torhüter Niklas Landin einen starken Rückhalt dar. So legten die Zebras einen 5:0 Lauf hin und ließen sich auch nicht von einer Auszeit von Trainer Carlos Ortega beirren.

 

DIE RECKEN hatten in dieser Phase wenig entgegenzusetzen und profitierten auch nicht von der verletzungsbedingten Unterbrechung von Schiedsrichter Tobias Tönnies, der sich eine Muskelverletzung an der Wade zuzog und in der Folge nicht mehr mitwirken konnte. Gespannpartner Robert Schulze musste das Spiel bis zum Ende alleine leiten. „Da waren heute wirklich einige Kuriositäten in der Partie dabei, aber Respekt, dass er das bis zum Ende so durchgezogen hat“, erklärte Sven-Sören Christophersen.

Ein Lichtblick auf Seiten der RECKEN war allerdings Jannes Krone, der in der ersten Halbzeit für Timo Kastening eingewechselt wurde und mit vier Treffern aus vier Versuchen eine starke Vorstellung zeigte. „Der Spieltag stand unter dem Motto Zukunftshelden und sollte ein besonderes Augenmerk auf unsere Jugendarbeit legen. Großes Kompliment an Jannes, der als Produkt unserer Reckenschmiede ein super Spiel macht.“ lobte Christophersen den Rechtsaußen.

Nach dem 13:18 Halbzeitstand versuchten die Niedersachsen nach der Pause alles, um den Rückstand wieder aufzuholen. Es dauerte aber bis zur 51. Spielminute, ehe die Partie beim 23:27 (51.) wieder ein wenig spannender wurde. Die Niedersachsen hatten im folgenden Angriff sogar die Chance auf drei Tore zu verkürzen, doch Kiels Steffen Weinhold gelangen im Folgenden zwei Ballgewinne und der THW machte mit dem 29:23 den Sack zu. „Wir haben gekämpft, aber eine wirkliche Siegchance hatten wir nicht mehr“, analysierte Carlos Ortega. „Der THW Kiel hat verdient gewonnen. Sie waren über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Mannschaft“, bestätigte Sven-Sören Christophersen.

Für DIE RECKEN heißt es jetzt kurz Mund abputzen, bevor es am Donnerstag beim SC Magdeburg zum nächsten Topspiel kommt. „Wir müssen unsere Leistung analysieren und dann einige Sachen besser machen, denn in Magdeburg wartet auf uns das nächste Topspiel“, blickt Carlos Ortega voraus.

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