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Der THW Kiel ist für die TSV nicht zu stoppen

Ein Doppelschlag zum 2:2 brachte die

TSV in der fünften Minute kurzzeitig auf Augenhöhe, dann aber legte der Favorit

sechs Treffer in Folge hin und verwaltete den Vorsprung bis zum

14:8-Pausenstand souverän. Nach gut zehn Minuten des zweiten Abschnitts war

beim 22:12 die Zweistelligkeit erreicht, am Ende war das 34:19 auch in der Höhe

verdient. Bester Werfer der TSV war Aivis Jurdžs mit vier Toren.

Die Kieler Offensive offenbarte einzig in der Anfangsphase

zunächst einige Nachlässigkeiten und so konnte die Mannschaft von Christopher

Nordmeyer mit einem Doppelschlag zum 2:2 ausgleichen. Seinen Anteil daran hatte

einmal mehr Torwartroutinier Nenad Puljezevic, der mit einigen starken Paraden

auftrumpfte und im ersten Abschnitt fast eine Quote von fünfzig Prozent

erreichte. Allerdings war auf der Gegenseite auch Thierry Omeyer auf dem Posten,

er blieb zehn Minuten ohne Gegentreffer und ermöglichte es seinen Vorderleuten

durch sechs Tore in Folge auf 8:2 davonzuziehen.

Die TSV nutzte in der Folge die sich bietende Chance -

hervorgerufen durch weitere Glanzparaden von Puljezevic - und setzte durch

Lehnhoff, Olsen und wieder Lehnhoff drei Treffer in Folge. Das 9:6 weckte die

Kieler aber nun ihrerseits auf, sie antworteten mit einem kleinen Lauf zum 12:6

und nahmen diese Sechs-Tore-Führung beim 14:8 auch mit in die Kabine - und "wenn

der THW-Express erst einmal ins Rollen kommt, dann ist er schwer zu stoppen"

musste auch Geschäftsführer Benjamin Chatton zugestehen. Die

10.250 Zuschauer verlebten so eine relativ ruhige Pause und sahen einem

entspannten zweiten Durchgang entgegen.

Kiel kontrollierte in der zweiten Halbzeit das

Geschehen auf dem Parkett und ließ der TSV keine Chance, "weil uns im

Angriff heute einfach die Durchschlagskraft fehlte", wie Chatton nach dem

Spiel resümierte. Etwaige Angriffsversuche zerschellten entweder an der Kieler

Abwehr oder spätestens an Weltklasse-Keeper Omeyer. Für den Geschäftsführer ist

die Niederlage an sich jedoch kein Beinbruch: "Wir müssen unsere Punkte

gegen andere Gegner holen."

Gelegenheit dazu bietet

bereits das kommende Heimspiel am 07.10.2011 um 19:45 Uhr gegen den TV

Großwallstadt. Diese Punkte sind zwar auch nicht selbstverständlich, aber mit

einer packenden und mitreißenden Atmosphäre und dem nötigen Quäntchen wie gegen

die Rhein-Neckar Löwen erscheint ein Sieg gegen den vermeintlichen Favoriten gar

nicht so abwegig. Für dieses Heimspiel und alle weiteren Heimspiele der

Hinrunde gibt es hier noch Tickets zu erwerben.

Tore TSV:Jurdžs (4 Tore), Lehnhoff (3/2), Przybecki (3), Johannsen, Olsen, Jónsson (alle 2), Clößner, Hallgrímsson, Svavarsson (alle 1)

Tore THW:Jicha (7), Ilic (6/2), Sprenger (5), Kubes, Narcisse, Zeitz (alle 3), Klein, Lundström, Palmarsson (alle 2), Reichmann (1)

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