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„Das Weiterkommen wird in Lissabon entschieden“

RECKEN wollen auf Leistung im EHF Cup aufbauen

Die Gefühlslage bei der TSV Hannover-Burgdorf war nach dem 41:36 Hinspielerfolg über Benfica Lissabon gemischt. Auf der einen Seite freuten sich DIE RECKEN über den Sieg, auf der anderen Seite haderten sie damit, eine noch bessere Ausgangslage mit ins Rückspiel zu nehmen, dass am kommenden Samstag in der portugiesischen Hauptstadt ausgetragen wird. „Vor dem Spiel hätten wir einen Sieg mit fünf Toren mit Sicherheit unterschrieben, denn die Unterschiede zwischen beiden Teams sind sehr marginal. Wenn man den Spielverlauf sieht, wäre aber auch ein besseres Ergebnis möglich gewesen“, fasste es RECKEN-Trainer Carlos Ortega treffend zusammen.

Torhüter Martin Ziemer bewertete die ersten von zweimal 60 Minuten wie folgt. „Das Weiterkommen wird in Lissabon entschieden. Wir nehmen ein kleines Polster mit, wissen aber auch, dass wir im Rückspiel von der ersten Sekunde an hellwach und sehr konzentriert sein müssen, wenn wir in die Gruppenphase einziehen wollen“, so Ziemer.

Positiv war am Samstagabend in der sehr gut besuchten RECKEN-Festung vor allem die Angriffsleistung. „41 Tore sind natürlich eine Ansage, denn die erzielt man nicht alle Tage. Wir haben über weite Strecken gut angegriffen, aber auch am Anfang von Ballgewinnen in der Abwehr profitiert, die uns zu leichten Toren verholfen haben“, sagte Linksaußen Cristian Ugalde.

Mit zunehmender Spieldauer setzten aber auch die Gäste ihre Stärken mehr und mehr ein. „Wir sind eine Mannschaft, die eigentlich im Angriff immer viele Tore wirft“, stellte Lissabons Spielmacher Pedro Marques klar. Der Mittelmann gehörte zu den auffälligsten Portugiesen und glänzte nicht nur als Torschütze, sondern setzte auch seine Nebenleute gekonnt in Szene. „Es ist klar, dass wir im Rückspiel auf Gegenwind treffen werden. Benfica wird alles versuchen, um das Ergebnis noch zu drehen. Wenn wir unsere Abwehrleistung steigern können, haben wir aber alle Trümpfe in der Hand“, so Ugalde.

Vor allem aber wollen DIE RECKEN auf die Leistung am Samstagabend aufbauen. „Das Tempo und die Dynamik waren viel besser als noch gegen Bietigheim“, lobte Carlo Ortega. „Es war nicht einfach, nach Donnerstag direkt wieder Gas zu geben. Aber es ist uns ganz gut gelungen“, befand Timo Kastening.

60 gute Minuten trennen die Niedersachsen noch von der erneuten Qualifikation für die Gruppenphase im EHF Cup. Sollten es Kapitän Kai Häfner und Co. am nächsten Samstag schaffen, wäre die Gemütslage im RECKEN-Lager auch nicht mehr gemischt, sondern nur noch positiv.

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