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"Bin stolz auf das Erreichte"

Martinovic mit super Weltmeisterschaft, Thiele selbstkritisch

Am Ende hat es nicht ganz gereicht für die kroatische U21-Nationalmannschaft um Ivan Martinovic, die im Finale der U21-Weltmeisterschaft in Spanien Frankreich mit 28:23 unterlag. Obwohl es die erste Niederlage im Turnierverlauf für Martinovic & Co. War, konnten sich die Kroaten bereits kurz nach Abpfiff über die Silbermedaille, die erste Medaille überhaupt für Kroatien bei einer U-21 WM, freuen. „Leider hat uns im Finale ein bisschen die Kraft gefehlt, aber wir sind unglaublich zufrieden mit dem Turnier und stolz auf das Erreichte“, erklärte der Neuzugang der RECKEN und führte an: „Nach dem 6. Platz bei der Europameisterschaft letztes Jahr haben viele nicht mit uns gerechnet, aber die Mannschaft hat immer an sich geglaubt und in jedem Spiel alles gegeben. Es war eine besondere Erfahrung.“

Der Linkshänder wurde nach drei Spiel-MVPs auch zum wertvollsten Spieler des gesamten Turniers gewählt. „Ich würde die Auszeichnung ohne zögern gegen die Goldmedaille für unser Team eintauschen, aber es auch eine große Ehre und ich möchte mich bei meinen Mitspielern, Trainer und Betreuern bedanken, die mich immer gepushed haben und ohne die dies nicht möglich gewesen wäre“, bedankte sich Martinovic.

Derweil arbeitete die deutsche U21-Nationalmannschaft um Joshua Thiele den erreichten neunten Platz selbstkritisch auf. Nach einer starken Vorrunde mit überzeugenden Siegen gegen Norwegen und Island, in der man sich nur Dänemark geschlagen geben musste, war für das Team bereits im Achtelfinale Schluss. Gegen Portugal verlor die Mannschaft mit 37:36 nach Verlängerung. „Es waren Kleinigkeiten, teilweise waren es zu viele Fehlwürfe, im Angriff haben wir keine Lösungen gefunden. In der Abwehr hat auch zu viel nicht funktioniert. Wir haben uns sehr viel selbst zuzuschreiben“, analysierte der Kreisläufer der RECKEN.

Bereits einen Tag nach der Niederlage ging es im Spiel gegen Titelverteidiger Spanien noch um den neunten Platz. Wie auch am Tag zuvor gab es nach 60 Minuten keinen Sieger (28:28), da es in Platzierungsspielen aber keine Verlängerung gibt, setzten sich die Deutschen im anschließenden Siebenmeter-Werfen durch. „Wir hatten uns fest vorgenommen, nochmal alles reinzuhauen, weil es ja das letzte Juniorenspiel für diese Mannschaft war. Keiner ist in Selbstmitleid verfallen, die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt und ist verdient mit einem Sieg aus dem Turnier gegangen“, fand Bundestrainer Martin Heuberger, trotz des am Ende enttäuschenden Abschneidens, positive Worte für seine Mannschaft.

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