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„Beurteilen heute nur das Ergebnis“

Stimmen zum Spiel gegen den HSC 2000 Coburg

Ganz schwere Arbeit hatte die TSV Hannover-Burgdorf mit dem HSC 2000 Coburg beim 29:28 (15:13) Heimsieg zu verrichten. Bis zur letzten Sekunde war der Tabellenletzte in der RECKEN-Festung auf Augenhöhe, ehe der finale Wurf von Nico Büdel glücklicherweise über das Tor ging und DIE RECKEN gemeinsam mit ihren 3.720 Anhängern jubeln durften. „Ich hätte das enge Spiel nicht gebraucht, aber es war nach dem fantastischen Sieg in Magdeburg klar, dass es nicht so einfach wird“, analysierte Trainer Jens Bürkle.

Die Stimmen zum Sieg gegen den HSC 2000 Coburg:

Jens Bürkle: „Ich hätte das enge Spiel heute nicht gebraucht, aber es war nach dem Sieg in Magdeburg fast zu erwarten, dass es so läuft. Coburg hat heute eine Riesenleistung gezeigt, sehr geduldig gespielt und uns immer wieder vor Aufgaben gestellt. Wir machen insgesamt zu viele Fehler und verpassen es mehrfach, frühzeitig den Sack zuzumachen. Probleme hatten wir in Überzahl, wo wir nur 60% Erfolgsquote hatten, aber auch in der Überzahlabwehr, wo wir zu viele Gegentore hinnehmen mussten. Insgesamt haben wir heute glücklich gewonnen.“  

·         Zum Comeback von Sven-Sören Christophersen: „Es war eine komische Aufgabe für Smöre, denn er wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Dadurch, das Mait Patrail nicht spielen konnte musste er in der Abwehr seinen Mann stehen. Hinten raus macht er noch ein wichtiges Tor für uns. Es war ein sehr guter Anfang nach drei Monaten, aber er weiß natürlich auch, dass er es noch besser machen kann.“

·         Zur Leistung von Timo Kastening: „Timo hat das gemacht, was er die ganze Woche gemacht hat: Er hat getroffen, getroffen und getroffen! Ich habe ihm nach dem Abschlusstraining gesagt, dass er im Spiel so weitermachen soll. Er hat sich für eine tolle Trainingswoche belohnt und eine super Leistung gezeigt.“

Benjamin Chatton: „Gerade zum Ende hin haben wir etwas Glück gehabt. Wir haben im Vorfeld darauf hingewiesen, dass wir Coburg für eine gute Mannschaft halten. Ich hatte das ganze Spiel über das Gefühl, dass wir gewinnen werden, obwohl ich in der heißen Schlussphase nicht genau weiß warum. Wir machen das heute so, wie wenn ich Zuhause den Rasen mähe und meine Frau nur das Ergebnis beurteilt. Ob ich vorher einen Purzelbaum geschlagen habe, spielt für sie meistens keine Rolle. Wir haben daher die Pflicht erfüllt, mehr aber auch nicht. Vor einem Jahr haben wir ein ähnliches Spiel gegen den TuS N-Lübbecke gewonnen und danach einen tollen Dezember gehabt. Wenn es das in diesem Jahr auch braucht, dann nehmen wir dieses Spiel heute gerne so hin.“

Jan Gorr (Trainer HSC 2000 Coburg): Es wird keinen großartig überraschen, dass ich sehr, sehr enttäuscht bin. Wir haben uns für eine wahnsinnig couragierte und handballerische Leistung leider nicht belohnt. Wir lagen mehrfach mit drei Toren zurück, aber konnten uns immer wieder rankämpfen und die Lücke schließen. In der Schlussphase gehen wir sogar in Front, bekommen dann aber zu schnell das Gegentor von Hannover, wobei man die individuelle Klasse der RECKEN dann auch anerkennen muss. Zum Schluss hatten wir ein paar Ballverluste zu viel, um etwas mit nach Coburg zu nehmen. Trotzdem möchte ich meiner Mannschaft ein ganz großes Kompliment aussprechen. Wir mussten den Kader verletzungsbedingt erneut umbauen, aber jeder, der auf der Platte war, hat alles gegeben. Wir können für die Zukunft viel Positives aus diesem Spiel mitnehmen.

Steffen Ramer (Geschäftsführer HSC 2000 Coburg): „Es ist sehr bitter, wie es am Ende gelaufen ist. Die Mannschaft hat eine Leistung abgeliefert, mit der im Vorfeld keiner rechnen konnte und hatte in Nico Büdel einen überragenden Anführer. Wir haben trotz der Umstellungen, die uns schon über die gesamte Saison begleiten, eine fantastische Abwehr gespielt und uns sehr geschlossen präsentiert. Unser Trainer Jan Gorr muss diesen Weg jetzt weiter fortführen, dann werden wir in den kommenden Wochen auch mit Punkten belohnt werden.“

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