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Ausgeträumt

Auf dem Weg ins Final Four galt es am heutigen Abend die nächste Hürde zu überwinden. Unter diesen Vorzeichen, hatte das Achtelfinale gegen den VfL Gummersbach eine ganz besondere Spannung inne. Eine ausgeglichene Anfangsphase legte die Grundlage für eine nervenaufreibende zweite Halbzeit, die bis zur letzten Minute ein Weiterkommen beider Teams offen hielt. Am Ende mussten DIE RECKEN mit 31:30 den Traum vom Einzug in das Final Four begraben. Bester Torschütze bei den Gästen war mit neun Toren Raul Santos. Für DIE RECKEN markierte Lars Lehnhoff ebenfalls mit neun Toren die höchste Trefferquote.

Temporeiche Anfangsphase 

Im ersten Angriff legten DIE RECKEN in der hauseigenen Halle in Persona Csaba Szücs vor, der in Folge auch das zweite Tor nach knapp zwei Minuten Spielzeit markierte. Doch nicht nur die Feldspieler erwischten einen super Start, auch RECKEN-Torwart Martin Ziemer konnte in den Anfangsminuten mit Paraden glänzen. Einzig Gästetorhüter Carsten Lichtlein verhinderte weitere Treffer der RECKEN, die in der Abwehr hohe Bereitschaft zeigten und sich die Bälle erkämpften. Youngster Timo Kastening wusste dies zu nutzen und erzielte per Tempogegenstoß das 5:4 (7.).

Achtelfinal-Gegner zeigen sich kämpferisch

Zu viele Fahrkarten in Folge in den Reihen der Hannoveraner ermöglichte dem VfL in Minute 14 erstmals in Führung zu gehen (8:7). Ein anschließender Doppelpack durch die Gäste zwang RECKEN-Trainer Christopher Nordmeyer die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch zu legen und seinen Jungs an der Seitenlinie weitere Anweisungen zu geben. Seine Worte zeigten die gewünschte Wirkung. Eine Fünf-Tore-Serie brachte DIE RECKEN, die im Angriff mit schnellen Beinen die Defensivreihe der Gummersbacher erfolgreich überwindeten, wieder mit zwei Toren in der 20. Minute in Front (12:10.).

Souverän präsentierte sich VfL-Außenspieler Raul Santos vom Sieben-Meter-Strich und netzte zum 13:13 ein.  Im entscheidenden Moment war Ziemer im nächsten Angriff wieder zur Stelle und parierte den Wurfversuch von Santos, den Vasko Sevaljevic postwendend zum 15:13 verwandelte (24.). Die Gummersbacher konnte sich kurz vor Halbzeitpfiff wieder zurück ins Spiel kämpfen und nutzten ihre Chancen. Beim Stand von 17:18 aus Sicht der RECKEN wurden die Seiten getauscht.

Taktische Umstellung bei den Gästen

Zwei Minuten nach Wiederbeginn musste RECKEN Torhüter Ziemer hinter sich greifen, nachdem ihm unglücklich der Ball durch die Füße kullerte (17:19). Schnell konnten die Hausherren jedoch wieder ausgleichen, nachdem Lars Lehnhoff seinen Wurf perfekt in die Maschen von Lichtlein platzierte (19:19, 33.). Gummersbach stellte fortan taktisch in der Deckung um und agierte offensiv. DIE RECKEN hatten nun Probleme im Angriff und fanden kein probates Mittel. Der VfL baute sukzessive seine Führung aus. Folgerichtig nahm Nordmeyer beim Stand von 22:27 eine weitere Auszeit um in der Schlussphase noch einmal motivierend auf seine Schützlinge einzuwirken.

Erfolgreiche Aufholjagd nicht belohnt

Für Hannovers Spitzenhandballer Nummer eins galt es nun alles in die Waagschale zu werfen, um den  Fünf-Tore-Rückstand aufzuholen. Kein leichtes Unterfangen gegen die bis dato spielstarken Gummersbacher. Offensiver ging es nun auch in den Reihen der RECKEN zu, die um jeden Ball in der Abwehr kämpften. Per Strafwurf verkürzte Flügelflitzer Lehnhoff in der 54. Minute zum 27:29. Vier Minuten vor Schluss bekamen DIE RECKEN seitens der Zuschauer stehend Unterstützung, die zwei Tore aufholen mussten, um die Aussicht auf ein Weiterkommen aufrecht zu erhalten. Dezimiert mussten die Niedersachsen in den letzten anderthalb Minuten agieren, was zusätzlichen Raum für Gummersbach ermöglichte. Der Treffer von Lehnhoff 20 Sekunden vor Abpfiff konnte das Ausscheiden der RECKEN im DHB-Pokal nicht mehr verhindern, die sich mit einer 31:30-Niederlage vom Traum Final Four verabschieden mussten. 

Statistik

DIE RECKEN

Ziemer, Weber, Andreu (5), Hykkerud (1), Lehnhoff (9/6), Häfner (4), Szücs (2), Sevaljevic (3), Kárason, Pollex (1), M. Dräger, Christophersen (3), Y. Dräger, Kastening (2)

VfL Gummersbach

Lichtlein, Puhle, Bult (4/1), Schroeter, Ernst, Schindler (2), Kühn (1), Persson (2), Larsson (1), Jonsson (2), von Gruchalla (4), Becker (4), Schröder (2), Santos (9)

Schiedsrichter: Geipel/Helbig

Siebenmeter: 7/6 – 4/3

Zeitstrafen:   4 – 3

Zuschauer: 2.125

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