Am morgigen Samstag um 19 Uhr bestreitet die TSV Hannover-Burgdorf um Kapitän Marius Steinhauser ihr erstes Heimspiel des neuen Kalenderjahres. Zum Heimauftakt von Juan Carlos Pastor empfängt das Team in der RECKEN-Festung die HSG Wetzlar. Der 21. Spieltag steht unter dem Motto „Familien-Spieltag“ und bietet insbesondere den jüngsten Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Neben Kinderschminken, einem Glücksrad mit attraktiven Preisen sowie einer spannenden Rallye im Foyer der Arena dürfen sich die Fans auf eine unterhaltsame Maskottchenparade freuen.
In der zurückliegenden Winterpause herrschte bei der HSG reger Betrieb. Das Team absolvierte insgesamt drei Testspiele unter der Leitung von Cheftrainer Rúnar Sigtryggsson, der das Amt von Momir Ilić übernahm, nachdem dieser nach der Hinspielniederlage gegen die RECKEN zurückgetreten war. Sämtliche Vorbereitungsspiele bestritten die Mittelhessen gegen Zweitligisten.
Im ersten Testspiel setzte sich die HSG mit 39:35 gegen den TV Großwallstadt durch. Besonders der im Winter neu verpflichtete Tristan Kirschner wusste mit zwölf Treffern vollauf zu überzeugen, ebenso wie Philipp Ahouansou, der zehn Tore erzielte. Auch beim 39:31-Erfolg gegen den TuS Ferndorf ging Ahouansou mit acht Treffern voran. In dieser Begegnung zog sich Linksaußen Lion Zacharias jedoch eine schwere Verletzung zu, die voraussichtlich ein vorzeitiges Saisonende für ihn bedeutet. Als Reaktion darauf erhielt Phil Spandau ein Doppelspielrecht vom Kooperationspartner TV Hüttenberg. Gegen eben diesen Verein unterlag die HSG im letzten Vorbereitungsspiel vor dem Rückrundenstart mit 31:34.
Darüber hinaus konnte der Verein in der Winterpause die Vertragsverlängerung mit Jona Schoch bis 2028 bekannt geben. Gleichzeitig teilte die HSG mit, dass Torhüter Anadin Suljakovic ein Angebot zur Verlängerung seines Vertrages abgelehnt hat. Der katarische Nationalspieler wird sich zur kommenden Spielzeit dem SC DHfK Leipzig anschließen. Am heutigen Freitagmorgen stellte die HSG neben Torhüter Andreas Palicka sowie Michael Allendorf als Geschäftsführer Sport vor.
Das Hinspiel in Wetzlar am 10. Dezember des vergangenen Jahres war eine klare Angelegenheit. Im letzten Auswärtsspiel unter der Leitung des damaligen Cheftrainers Christian Prokop führte man bereits zur Halbzeit mit 19:10. Am Ende stand ein deutlicher 38:28-Auswärtserfolg für die RECKEN. Besonders Linksaußen August Pedersen überzeugte mit zwölf Treffern. Der norwegische Nationalspieler hatte auch bei der Europameisterschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen starke Leistungen gezeigt und wurde in das All-Star-Team gewählt. Auch Torhüter Simon Gade ragte mit zwölf Paraden und einer Fangquote von 30 % im Hinspiel heraus. Erfreulich war zudem, dass am 16. Spieltag zwei Eigengewächse aus der RECKEN-Schmiede ihre ersten Tore in der Handball-Bundesliga erzielen konnten. Kreisläufer Luis Rodriguez, der seit dieser Saison fest dem Profikader angehört, sowie Rechtsaußen Bela Wellmann trugen sich erstmals in die Torschützenliste der stärksten Liga der Welt ein.
Die HSG Wetzlar belegt derzeit mit dem Vorletzten Tabellenplatz zwar einen Abstiegsplatz in der Daikin Handball-Bundesliga, verfügt jedoch auf dem Papier über einen qualitativ gut besetzten Kader. Mit Ahouansou steht ein wurfgewaltiger Rechtshänder im Rückraum, der bereits einen Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft absolviert hat und an einem guten Tag zweistellig treffen kann. Mit 107 Treffern in der bisherigen Saison ist die Nummer 19 der HSG derzeit der beste Torschütze des Vereins. Auch Vereinslegende Stefan Čavor, der mit ähnlichen Anlagen ausgestattet ist und als Linkshänder agiert, darf keinesfalls unterschätzt werden. Der 31-jährige Montenegriner hat mit derzeit 76 Toren die zweitmeisten seiner Mannschaft erzielt. Am Kreis sind die Mittelhessen mit dem kroatischen Nationalspieler Josip Simic gut aufgestellt, der bei der jüngsten Europameisterschaft mit Kroatien die Bronzemedaille gewann. Dominik Mappes, in dieser Saison mehrfach von Verletzungen zurückgeworfen, gilt als zentraler Denker und Lenker im Angriffsspiel, fehlte der Mannschaft aber auch verletzt im Spiel unter der Woche gegen die Füchse Berlin. Auf den Außenpositionen ist die HSG mit dem frischgebackenen Afrikameister Ahmed Nafea, den der neue RECKEN-Cheftrainer Juan Carlos Pastor noch aus seiner Zeit als Nationaltrainer von Ägypten bestens kennt, sowie mit David Akakpo, der auch in der Defensive auf der Halbposition eingesetzt werden kann, ebenfalls stark besetzt.
Nun gilt es beim Heimdebüt des neuen Trainers, mit maximaler Einsatzbereitschaft, hoher Konzentration und geschlossenem Teamgeist alles auf dem Spielfeld zu lassen, um gemeinsam mit den eigenen Fans im Rücken einen erfolgreichen Auftritt zu zeigen und am Ende als Sieger das Feld zu verlassen.
Das Spiel wird wie gewohnt ab 18:45 Uhr auf der Streamingplattform Dyn übertragen. Neben Kommentator Finn-Ole Martins wird Stefan Kretzschmar als Experte durch die Partie führen.
Die Stimmen aus der Pressekonferenz bekommst du hier:
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