Formstarker Gegner wartet nach Länderspielpause

Nach der Länderspielpause nimmt die Daikin Handball-Bundesliga wieder Fahrt auf. Für die TSV Hannover-Burgdorf um Kapitän Marius Steinhauser steht am morgigen Samstagabend um 20 Uhr eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe an. Gegner ist der VfL Gummersbach, derzeit eines der formstärksten Teams der Liga.

Die Gastgeber haben ihre vergangenen sieben Bundesligaspiele allesamt gewonnen. Eine vergleichbare Serie weisen aktuell nur die Füchse Berlin auf, während selbst Tabellenführer und amtierender Champions-League-Sieger SC Magdeburg in diesem Zeitraum nicht an eine solche Erfolgsbilanz heranreicht. Besonders in der heimischen Schwalbe-Arena präsentiert sich die Mannschaft von Cheftrainer Guðjón Valur Sigurðsson äußerst stabil. Von zwölf Heimspielen konnten neun gewonnen werden, darunter auch Begegnungen gegen die Füchse Berlin, die SG Flensburg-Handewitt und die MT Melsungen. Zwei Partien endeten unentschieden, gegen den Bergischen HC sowie gegen den THW Kiel. Die einzige Heimniederlage setzte es denkbar knapp mit einem Tor Differenz gegen den SC Magdeburg.

Ein Blick auf die Offensivstatistik zeigt die besondere Stärke des Gummersbacher Rückraums. Angeführt wird die interne Torschützenliste von den beiden deutschen Nationalspielern und Rechtshändern Miro Schluroff mit 116 Treffern und Kapitän Julian Köster mit 115 Toren. Dahinter folgt der linkshändige Kay Smits mit 106 Toren. Im Vergleich dazu verteilt sich die Torgefahr bei den RECKEN auf andere Postionen. Mit Renars Uscins (99 Tore) ist nur ein Rückraumspieler unter den drei besten Werfern. Kreisläufer Justus Fischer (100 Tore) sowie Linksaußen August Pedersen (148 Tore) komplettieren die Top drei Torschützen der Niedersachsen. Besonders Pedersen konnte während der jüngsten Länderspielpause auf sich aufmerksam machen, als er beim 38:31-Erfolg Norwegens gegen die Niederlande beeindruckende 19 Tore erzielte. Auf niederländischer Seite war im Übrigen der Gummersbacher Smits mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze.

Auch im weiteren Offensivspiel prägen die Rückraumspieler des VfL das Geschehen. Köster führt mit 80 Assists die teaminterne Statistik an, gefolgt von Smits mit 58 und Schluroff mit 46 Vorlagen. Zusammen kommen diese drei Akteure auf 184 Assists. Die drei besten Vorlagengeber der RECKEN vereinen insgesamt 223 Assists auf sich. Allen voran Marian Michalczik, der seinen Vertrag kürzlich vorzeitig bis 2029 verlängert hat, kommt auf 109 Torvorlagen. Dahinter folgen Leif Tissier mit 58 sowie Uscins mit 56 Assists.

Der VfL Gummersbach steht allerdings vor einem kleinen Umbruch: Bereits im Winter wechselte Ole Pregler zu Frisch Auf! Göppingen, während im Gegenzug Ludvig Hallbäck nach Gummersbach kam. Im Sommer wird Köster zum THW Kiel wechseln. Auch Torhüter Dominik Kuzmanovic, der mit einer Paradequote von 31,57 %zu den stärksten Keepern der Liga zählt, verlässt den Verein und schließt sich dem SC Magdeburg an. Mit Torhüter Ignacio Biosca sowie den Rückraumspielern Nikola Roganovic, Gardar Ingi Sindrason und Alex Dujshebaev sind bereits namhafte Neuzugänge verpflichtet worden.

Im Tor verfügt Gummersbach neben Kuzmanovic mit Bertram Obling über eine weitere verlässliche Option, dessen Quote mit 27,3 % auf einem ähnlichen Niveau wie die von Hannovers Joel Birlehm (27,35 %) liegt. In der Defensive setzt vor allem Abwehrchef Tom Kiesler Akzente, der mit 18 Steals der besten Spieler der gesamten Liga in dieser Kategorie ist. Auf Seiten der RECKEN rangiert Justus Fischer mit 15 Steals auf den dritten Platz ligaweit. Hervorzuheben ist zudem Elliði Víðarsson, der gemeinsam mit Jannik Kohlbacher und Johannes Golla zu den einzigen Spielern zählt, die bei über 90 Saisontoren eine Trefferquote von mehr als 80 % aufweisen.

Die Mannschaft von Trainer Juan Carlos Pastor reist bereits am Freitag ins Oberbergische und möchte ihre insgesamt positive Bilanz gegen den VfL Gummersbach weiter ausbauen. In bislang 27 Bundesligaduellen stehen 13 Siege für die TSV Hannover-Burgdorf zu Buche, hinzu kommen fünf Unentschieden und neun Niederlagen. Nachdem jedoch die letzten drei Aufeinandertreffen an Gummersbach gingen, ist die Motivation groß, die Negativserie zu beenden. Der letzte Auswärtssieg in Gummersbach datiert vom 15. Dezember 2022.

Der Streamingdienst Dyn überträgt die Begegnung des 26. Spieltags morgen ab 19:45 Uhr live sowie im Anschluss auf Abruf.