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EM-Update: Silber für Deutschland

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Ab den K.O.-Spielen ging es nur noch für die beiden deutschen RECKEN-Spieler Renars Uscins und Justus Fischer weiter. Für den ganz großen Traum vom Titelgewinn reichte es am Ende zwar nicht, dennoch kann man auf die gezeigten Leistungen mehr als stolz sein.

Im Halbfinale traf die deutsche Mannschaft auf das Team aus Kroatien. Aufgrund des Ausfalls des bisherigen Abwehrchefs Tom Kiesler, der krankheitsbedingt mit einem Magen-Darm-Infekt fehlte, rückte insbesondere RECKE Fischer stärker in den Fokus der Defensive. Der 22-Jährige übernahm diese Verantwortung mit großer Selbstverständlichkeit und überzeugte auf ganzer Linie. Drei Blocks innerhalb eines einzigen kroatischen Angriffs unterstrichen seine starke Abwehrleistung eindrucksvoll. Darüber hinaus erzielte der Kreisläufer, ebenso wie Uscins, vier Tore und hatte maßgeblichen Anteil am 31:28-Erfolg, der den Einzug ins Finale bedeutete. Auch wenn Fischer von der EHF nicht zum Man of the Match gewählt wurde, zeichnete ihn der DHB als Spieler des Spiels aus. Sein herausragender HPI von 96 spricht für sich. „Ich habe keine Ahnung, wie das funktioniert hat, aber es hat funktioniert. Darüber bin ich happy. Wir haben uns in einen kleinen Flow verteidigt. Es kam alles zusammen. Das war eines meiner besten Spiele“, freute sich Fischer direkt nach dem Halbfinale.

Bereits vor dem Finale durfte sich ein weiterer RECKEN-Spieler freuen. Die EHF gab am Finaltag das All-Star-Team des Turniers bekannt. Auf der Position Linksaußen wurde August Pedersen gewählt. Mit insgesamt 49 erzielten Treffern war er nicht nur der erfolgreichste norwegische Torschütze, sondern auch der treffsicherste Linksaußen des gesamten Turniers, obwohl Norwegen bereits in der Hauptrunde ausgeschieden war.

Im Finale gegen die dänischen Superstars zeigte die deutsche Nationalmannschaft lange Zeit eine starke Leistung und hielt gut gegen das Team um Ausnahmespieler Mathias Gidsel mit. Die 34:27-Niederlage fiel letztlich etwas zu deutlich aus. Besonders bitter war der krankheitsbedingte Ausfall von Fischer, der der Mannschaft gerade nach der frühen roten Karte gegen Kiesler schmerzlich fehlte. Uscins absolvierte, wie über weite Teile des Turniers, viele Spielminuten auf der Rückraum-Rechten Position und steuerte zwei Tore bei. Eine schöne Geste folgte nach dem Spiel, als Torhüter David Späth bei der Siegerehrung das Trikot des im Hotel gebliebenen Fischer trug.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass Renars Uscins mit 43 Treffern den neunten Platz der Torschützenliste belegte und damit zugleich der erfolgreichste Werfer der deutschen Nationalmannschaft im Turnier war