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EM-Update: Die Vorrunde

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Die Vorrunde der diesjährigen Handball-Europameisterschaft ist für die Nationalspieler des einzigen niedersächsischen Bundesligisten bereits abgeschlossen. Vier der fünf RECKEN-Spieler, die ihre Nationen beim internationalen Turnier vertreten, konnten sich für die Hauptrunde qualifizieren. Wer genau, ist hier nachzulesen.

Färöer-Inseln scheitern knapp

Vilhelm Poulsen und die Nationalmannschaft der Färöer-Inseln sind denkbar knapp am Einzug in die Hauptrunde gescheitert. Zum Auftakt trennte sich das Team von der Schweiz 28:28. Poulsen avancierte dabei kurz vor Spielende mit dem Treffer zum Ausgleich zum umjubelten Akteur und steuerte insgesamt vier Tore bei. Im zweiten Gruppenspiel folgte ein deutlicher 37:24-Erfolg über Montenegro, bei dem der 26-jährige Linkshänder einmal traf. Am dritten Vorrundenspieltag kam es zum entscheidenden Duell mit Slowenien. Nach dem klaren 43:26-Sieg der Schweiz über Montenegro war die Ausgangslage eindeutig: Mindestens ein Punkt war erforderlich. In einer Partie auf Augenhöhe unterlagen die Färinger jedoch mit 27:30. Poulsen erzielte zwei Treffer, dennoch schied das Team punktgleich mit der Schweiz aufgrund der schlechteren Tordifferenz aus dem Turnier aus.

Norwegen erreicht Hauptrunde

Angeführt von einem starken August Pedersen, der mit insgesamt 17 Treffern bester Torschütze der Norweger in der Vorrunde war, qualifizierte sich Norwegen hinter Frankreich aus Gruppe C für die Hauptrunde. Zum Auftakt gelang ein klarer 39:22-Erfolg über die Ukraine. Pedersen traf dreimal, Thomas Solstad steuerte einen weiteren Treffer bei. Auch im zweiten Gruppenspiel setzte sich Norwegen mit 29:25 gegen Tschechien durch. Pedersen war mit neun Toren erfolgreichster Werfer der Partie, Solstad traf erneut einmal. Vor dem abschließenden Vorrundenspiel gegen Frankreich standen beide Mannschaften bereits als Hauptrundenteilnehmer fest. Im Duell um den Gruppensieg unterlagen die Norweger trotz fünf Treffern von Pedersen und drei von Solstad mit 34:38, zogen jedoch in die nächste Turnierphase ein. „Wir hatten einen großartigen Start in die ersten beiden Partien gegen die Ukraine und gegen Tschechien. Im letzten Spiel vor ausverkauften Haus gegen Frankreich spielten wir eine gute Offensive, aber für den Sieg sollte es nicht reichen. Nun freuen wir uns auf die Hauptrunde“, betont Solstad.

Deutschland mit maximaler Punktausbeute in der Hauptrunde

Die deutsche Nationalmannschaft startete mit einem 30:27-Erfolg gegen Österreich in das Turnier. Renars Uscins erzielte vier Treffer, Justus Fischer blieb bei begrenzter Einsatzzeit ohne Torerfolg. Im zweiten Gruppenspiel musste Deutschland eine 27:30-Niederlage gegen Serbien hinnehmen, wobei Uscins mit sechs Treffern bester Torschütze der Begegnung war. Vor dem abschließenden Spiel gegen Spanien war mindestens ein Punkt erforderlich. Angeführt von einem überragenden Uscins, der mit acht Treffern zum Spieler des Spiels gewählt wurde, sowie einem äußerst effizienten Fischer, der fünf Würfe in fünf Tore verwandelte, gelang ein 34:32-Erfolg. Damit zieht Deutschland als Gruppensieger in die Hauptrunde ein und nimmt zwei Punkte mit. Mit insgesamt 18 Treffern aus drei Spielen ist Uscins bislang erfolgreichster Werfer der deutschen Mannschaft. „Die Vorrunde war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mit dem ersten Spiel sind wir gut in das Turnier gekommen, dann war es eine absolute Talfahrt mit der Niederlage gegen Serbien, die uns schon sehr an die Substanz ging. Das letzte Spiel gegen Spanien war natürlich mega, mit dem besten Ergebnis, was man sich hätte vorstellen können, um in die Hauptrunde einzuziehen. Wir sind als Team sehr zusammengewachsen und haben noch mal einen Schritt nach vorne gemacht, worauf wir stolz sein können“, betont der Kreisläufer Fischer.

Hauptrunde mit hochkarätiger Besetzung

In der Hauptrundengruppe I treffen die verbliebenen RECKEN-Spieler nun direkt aufeinander. Die Partie findet am Samstag, den 24. Februar, um 20:30 Uhr statt. Neben Deutschland und Norwegen gehören auch Frankreich, Portugal, Spanien und Dänemark zur Gruppe, die von Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton als „absolute Todesgruppe“ bezeichnet wurde. Begegnungen gegen Gegner aus der Vorrunde werden nicht erneut ausgetragen.