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Wichtiger Sieg im Siebenmeterwerfen gegen den VfL Gummersbach

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Die Berichterstattung über den Internationalen Heide-Cup 2025 in Schneverdingen wird präsentiert von dem Biohotel WildLand aus der Südheide, einem mehrfach ausgezeichneten Naturhotel mit konsequentem Klimamanagement, 100 % Ökostrom und einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzept, sowie der Bio-Manufaktur AllerLiebe, die mit biozertifizierten, regionalen Zutaten und einem Werteversprechen für Kreislaufwirtschaft, Gemeinwohlökonomie und echten Geschmack für eine nachhaltigere Ernährung steht.

Am zweiten Tag des diesjährigen Heide-Cups trafen die RECKEN auf den Bundesliga-Konkurrenten VfL Gummersbach. Kurioserweise kommt es genau zu dieser Begegnung auch im Auftaktspiel der neuen Bundesligasaison 2025/26 am Mittwoch, 27. August, in der RECKEN-Festung. Tickets sind weiterhin im Online-Ticketshop erhältlich. Zum Auftakt des Turniers setzte die Mannschaft von Trainer Guðjón Valur Sigurðsson ein deutliches Zeichen und besiegte den Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen mit 42:29. Vor den Augen von Bundestrainer Alfreð Gíslason setzte sich die TSV Hannover-Burgdorf in einem spannenden Duell gegen den VfL Gummersbach mit 30:28 im Siebenmeterwerfen durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es 26:26 gestanden, zur Pause lagen die Niedersachsen mit 11:13 zurück.

Zur Premiere des neuen grünen Heimtrikots vertraute RECKEN-Cheftrainer Christian Prokop auf Joel Birlehm im Tor, August Pedersen und Daniel Weber auf den Außenbahnen, Sindre Aho, Marian Michalczik und Renars Uscins im Rückraum sowie Thomas Solstad am Kreis. In der Abwehr wechselte Michalczik zunächst mit Lukas Stutzke. Wie schon am Vortag verteilte Prokop die Einsatzzeiten flexibel und nicht nach starren Mustern. Die Partie begann mit einer bärenstarken Abwehr der RECKEN, die Gummersbachs Angriff vor große Probleme stellte. Bereits vor der sechsten Minute führte Hannover 4:0 (Tore durch Stutzke, Solstad und zweimal Pedersen), woraufhin Gästetrainer Guðjón Valur Sigurðsson seine erste Auszeit nahm. Kurz darauf kassierte Solstad beim Stand von 4:2 eine Zwei-Minuten-Strafe. In der 10. Minute glich Gummersbach durch Teitur Einarsson zum 4:4 aus. Die RECKEN hielten zunächst die Führung und punkteten vor allem über die Außen: Pedersen traf per Siebenmeter zum 6:5 und von außen zum 7:6, Weber sorgte für das 8:7 und 9:8. Ein 0:2-Lauf brachte Gummersbach erstmals in Führung (9:10). Uscins glich noch einmal zum 10:10 aus, ehe die Gäste erneut vorlegten. Drei Minuten vor der Halbzeit nahm Prokop beim Stand von 10:11 eine Auszeit, da der Angriff ins Stocken geraten war. Pedersen vergab anschließend bereits seinen zweiten Siebenmeter. Kurz vor der Pause erhöhte Gummersbach auf 10:13, doch Uscins verkürzte mit einem spektakulären Wurf fast parallel in der Luft liegend zum Hallenboden noch auf 11:13.

Der zweite Durchgang begann mit einem Aufreger: Im drohenden Zeitspiel spielte die TSV einen Kempa auf Michalczik, der beim Wurf von VfL-Neuzugang João Gomes hart gefoult wurde. Der Treffer zum 12:13 zählte, Gomes sah die Rote Karte. Wenig später traf Kapitän Marius Steinhauser zum 13:13. Die Gäste blieben jedoch zunächst in Führung, unter anderem durch einen Kempatrick von Miloš Vujović zum 15:17. In der 45. Minute glich Steinhauser per Siebenmeter zum 19:19 aus. Kurz darauf verlor Hannover Fischer nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe, die folgerichtig die rote Karte bedeutet. Die RECKEN blieben dennoch kämpferisch: Solstad brachte sein Team nach einem sehenswerten Anspiel von Uscins zehn Minuten vor Schluss mit 23:22 in Führung. Danach stand erneut der norwegische Kreisläufer im Mittelpunkt: Er sah eine Zwei-Minuten-Strafe, allerdings dachten alle – auch der Hallensprecher, der es durchsagte –, dass Stutzke diese erhielt. Als das Spiel nach dem fälligen Siebenmeter, den Vujović zum 23:23 verwandelte, wieder angepfiffen wurde und die Schiedsrichter sahen, dass Solstad auf dem Spielfeld stand, bekam er erneut eine Zwei-Minuten-Strafe – somit seine dritte Zeitstrafe und folgerichtig die rote Karte. Hannes Feise übernahm in den Schlussminuten die Position des Kreisläufers im Angriff und deckte auch in der Abwehr im Innenblock. Trotz des Ausfalls aller Kreisläufer behaupteten die RECKEN ihre Linie. Uscins brachte sie beim 25:24 erneut in Führung. Besonders wichtig: Birlehm parierte beim Stand von 26:25 einen Siebenmeter gegen Vujović, der zuvor alle sieben Versuche verwandelt hatte. Köster erzielte kurz vor Schluss noch den 26:26-Ausgleich – das Siebenmeterwerfen musste entscheiden.

Dort trafen Pedersen, Steinhauser, Uscins und Maxim Orlov sicher. Weber scheiterte zwar, doch Simon Gade parierte gegen Kentin Mahé und Birlehm gegen Kai Smits. Am Ende stand ein 30:28-Erfolg für die RECKEN und ein gelungener Test gegen den VfL Gummersbach.

Prokop äußert sich nach der Begegnung wie folgt: „Das war ein intensiver Kampf und ein richtig starkes Spiel von beiden Mannschaften, was Emotionalität und Kampfgeist anging. Und das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben: gerade von Beginn an in der Abwehr ein anderes Gesicht zu zeigen als in den bisherigen Starts in die Spiele. Wir sind gleich mit 4:0 in Führung gegangen, weil wir echt aggressiv und beweglich verteidigt und Tempotore gemacht haben. Dann glich Gummersbach in eigener Überzahl sehr schnell aus. Was mir gefällt: In der ersten Halbzeit waren Abwehr und Tempospiel hervorragend, und in der zweiten Halbzeit mussten wir natürlich ein bisschen vom Gaspedal heruntergehen, dafür aber diszipliniert im Angriff spielen. Das hat die Mannschaft sehr gut gelöst, mit kaum technischen Fehlern. Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel, auch wenn es Vorbereitung ist, trotzdem gezogen haben. Im Siebenmeterschießen wollte keine Mannschaft verlieren, und wir haben es auf unsere Seite gezogen. Das ist schön, aber das Wichtigste ist: Das ist unser Grundanspruch, unser Grundniveau, nicht vom Ergebnis her, sondern von der Art und Weise, wie wir Handball spielen und wie wir unsere Halle voll kriegen wollen. Das hat die Mannschaft heute gezeigt, und darauf wollen wir aufbauen.”

DIE RECKEN: Simon Gade, Joel Birlehm, Renars Uscins (4), Maxim Orlov, August Pedersen (7), Marius Steinhauser (3), Marian Michalczik (1), Sindre Aho (2), Lukas Stutzke (1), Thomas Solstad (4), Justus Fischer (1), Hannes Feise (1), Daniel Weber (2)

In den vorherigen Spielen des zweiten Turniertags spielten der gestrige Gegner Aalborg Håndbold gegen den norwegischen Vertreter Kolstad IL 33:25. Der HSV Hamburg konnte sich mit 41:23 gegen die Kadetten Schaffhausen durchsetzen. Da mit den Ergebnissen die Folge wäre, dass die RECKEN im Spiel um Platz drei am morgigen Sonntag erneut gegen Gummersbach spielen müssten, entschieden die Mannschaften in Absprache mit der Turnierleitung, dass im ersten Spiel morgen der VfL Gummersbach gegen Kolstad IL antritt und die TSV Hannover-Burgdorf im zweiten Spiel des Tages um 14:30 Uhr gegen die Kadetten Schaffhausen spielen. Das Finale der ungeschlagenen Mannschaften aus Hamburg und Aalborg findet im Anschluss statt.