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„Viel Positives gesehen“

RECKEN sehen trotz verpasstem Sieg gegen Stuttgart gute Ansätze

Lediglich Sekunden haben gefehlt, doch es hat nicht ganz für den Sieg gereicht. Trotz langer Führung leuchtete nach 60 intensiven Minuten ein 24:24 auf der LED-Wand der Swiss Life Hall auf.  Mit dem letzten Angriff bekam der TVB 1898 Stuttgart am Samstag doch noch die Chance auf den Ausgleich. Weltmeister Michael Kraus war es schließlich vorbehalten, seinen Farben mit dem verwandelten Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit einen Punkt zu sichern. Entsprechend groß war die Freude auf Seiten der Gäste. „Wenn man den Spielverlauf sieht, sind wir sehr glücklich über den Punkt“, freute sich Gästetrainer Markus Baur über den Punktgewinn und TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt ergänzte: „Für uns fühlt sich das wie ein Sieg an.“

Bei der TSV Hannover-Burgdorf herrschte hingegen die entgegengesetzte Gefühlslage. „Wir haben es verpasst, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden und beide Punkte in Hannover zu behalten. Dementsprechend ist die Enttäuschung sicherlich groß“, gab RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton einen Einblick in sein Inneres, konstatierte jedoch auch: „Ich habe heute sehr viel Positives gesehen.“ Ähnlich sah dies Trainer Jens Bürkle. „Wir haben lange eine sehr gute, emotionsgeladene Abwehr gespielt, in der jeder für den anderen gekämpft hat“, fand Bürkle lobende Worte für seine Schützlinge. „Bis zum 23:18 haben wir sehr viel richtig gemacht. Dann sind einige Dinge zusammengekommen, die sehr unglücklich waren“, trauerte der 36-Jährige der vertanen Siegchance hinterher, machte seinem Team jedoch vor allem bezüglich der Einstellung keinen Vorwurf. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft. Am Ende wurden wir dann leider nicht vollständig dafür belohnt.“

Große Unterstützung erfuhr das Bürkle-Team dabei über die gesamten 60 Minuten auch von den mit 4.150 Zuschauern ausverkauften Rängen der Swiss Life Hall. „Ein großes Dankeschön an die Zuschauer, die eine tolle Atmosphäre geschaffen haben“, schrieb Benjamin Chatton einen entscheidenden Baustein der Leistung dem eigenen Anhang zu und fand volle Zustimmung von Jens Bürkle. „Emotional haben wir am Limit gespielt, woran die Halle großen Anteil hatte. Das Spiel hatte viel von dem, was unseren Sport ausmacht, nur leider nicht mit dem Ergebnis, das wir uns erhofft haben.“

Trotz des unglücklichen Endes wollen DIE RECKEN die positiven Ansätze mit in die nächsten Begegnungen nehmen. „Wir haben den Kampf sehr gut angenommen und versucht, vor allem in der Defensive kompakter zu agieren, was uns gut gelungen ist. Das muss auch der Baustein für die nächsten Spiele sein“, blickt Geschäftsführer Benjamin Chatton auf die kommenden Aufgaben voraus. Bereits am Freitag treten die Niedersachsen beim TSV GWD Minden an, ehe am 24. Mai der SC DHfK Leipzig seine Visitenkarte in der Swiss Life Hall Hannover abgibt. 

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