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Verpatzte Generalprobe

RECKEN stehen in Magdeburg auf verlorenem Posten

Die TSV Hannover-Burgdorf hat das Auswärtsspiel beim SC Magdeburg mit 31:22 (16:9) deutlich verloren. Dabei standen DIE RECKEN beim Team der Stunde von Beginn an auf verlorenem Posten, da der Gastgeber mit Torhüter Dario Quenstedt (25 Paraden) und Rückraumspieler Michael Damgaard (11 Tore) zwei Hauptdarsteller in den eigenen Reihen hatte, die dem Spiel komplett ihren Stempel aufdrückten. "Die Magdeburger Abwehr und insbesondere Torhüter Dario Quenstedt waren heute ein Rätsel, das wir nicht lösen konnten", musste Geschäftführer Benjamin Chatton die gute Leistung der Magdeburger anerkennen.

Die TSV Hannover-Burgdorf fand in Magdeburg nur sehr schwer ins Spiel. Vor allem im Angriff machten die Niedersachsen zu viele leichte Fehler und luden die Magdeburger dadurch zu schnellen, einfachen Toren über die zweite Welle und den Tempogegenstoß ein. Die Gastgeber zogen folgerichtig schnell auf 8:3 davon und DIE RECKEN taten sich weiterhin schwer, im Angriff die richtigen Lösungen zu finden.

Magdeburg verteidigte sehr stark und die Rückraumreihe um Morten Olsen, Fabian Böhm, Mait Patrail und Kapitän Kai Häfner fand kein Mittel, um in die Nahwurfzone zu kommen. So mussten die Niedersachsen ihr Glück häufig aus der Fernwurfzone versuchen, scheiterten aber zumeist am gut aufgelegten Magdeburger Schlussmann Dario Quenstedt. „Magdeburg stand kompakter in der Abwehr und hat zu viele leichte Tore aus dem Gegenstoß gemacht“, bemerkte Sven-Sören Christophersen.

Zudem schafften es DIE RECKEN nicht, die Kreise der Magdeburger Rückraumspieler Marco Bezjak und Michael Damgaard einzuengen. Bezjak schaffte es immer wieder geschickt zwei RECKEN-Abwehrspieler zu binden und Damgaard profitierte zumeist als sicherer Vollstrecker. Somit baute der SC Magdeburg seinen Vorsprung auf 14:7 (25.) aus und Trainer Carlos Ortega wurde früh dazu gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. Doch seine Schützlinge schafften es bis zum 16:9 Pausenstand nicht, näher an die Gastgeber heranzurücken. „Wir haben uns extrem schwer damit getan, die Lücken im Magdeburger Abwehrverbund zu finden. Wenn wir dann mal frei vorm Tor waren, hat Dario Quenstedt hervorragend gehalten“, analysierte Benjamin Chatton die erste Halbzeit.

Aus Sicht der RECKEN ging es in der zweiten Halbzeit so weiter, wie es in der ersten Spielhälfte aufgehört hatte. Die Niedersachsen scheiterten immer wieder an Quenstedt und konnten zudem die Wurfgeschosse von Damgaard nicht unterbinden. So setzten sich die Magdeburger weiter ab und zogen auf 23:12 (43.) davon. DIE RECKEN stellten die Angriffsformation erneut um und versuchten es nun mit den beiden Kreisläufern Evgeni Pevnov und Ilija Brozovic sowie den zwei Rückraumspielern Fabian Böhm und Morten Olsen. So kamen die Niedersachsen in der Folge etwas besser ins Spiel und konnten den Rückstand auf 24:16 (48.) verkürzen.

Trotzdem blieb Magdeburg bis zum 31:22 Endstand klar überlegen und Trainer Carlos Ortega gab in der Schlussphase den Nachwuchsspielern Jannes Krone, Hannes Feise und Joshua Thiele noch ein paar Einsatzminuten."Wir haben heute nicht in den Wettkampfmodus gefunden, den wir brauchen, um erfolgreich zu sein", stellte Benjamin Chatton klar.

DIE RECKEN müssen jetzt insgesamt schnell den Kopf hoch nehmen und die volle Konzentration auf das kommende Wochenende beim REWE Final Four richten, wo es am Samstagabend (18.00 Uhr) zum Duell mit der HSG Wetzlar kommt."Wir haben momentan nicht die Form der letzten Monate, daher brauchen wir beim REWE Final Four vor allem einen großen Willen", so Chatton.

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