News

RECKEN verkaufen sich teuer

Niederlage hält sich gegen die Rhein-Neckar Löwen beim 26:30 in Grenzen

Die TSV Hannover-Burgdorf hat im ersten Heimspiel im Jahr 2017 eine Niederlage hinnehmen müssen. Gegen die Rhein-Neckar Löwen zeigten die Hausherren zwar eine engagierte Leistung, konnten den amtierenden Deutschen Meister beim 26:30 (12:14) aber nicht ins Straucheln bringen. „Wir haben das Spiel nach zwischenzeitlichem sieben Tore Rückstand nochmal enger gestalten können, aber dann zwei bis drei Fehler zu viel gemacht, so dass nichts Verrücktes passieren konnte“, erklärte Trainer Jens Bürkle.

DIE RECKEN mussten die Partie ohne vier Akteure bestreiten, denn neben den Verletzungen von Csaba Szücs und Torge Johannsen konnten auch Erik Schmidt und Mait Patrail nicht eingesetzt werden. Vor allem im Innenblock der 6:0 Deckung waren die Niedersachsen dadurch in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Trotzdem leisteten nicht nur Fabian Böhm und Sven-Sören Christophersen zu Beginn erfolgreich Schwerstarbeit, auch die Nebenleute inklusive Torhüter Martin Ziemer waren auf dem Posten und konnten die Begegnung offen gestalten.

Erst nach einer Viertelstunde schaffte es der hohe Favorit, sich allmählich Vorteile zu erarbeiten. Allerdings wehrten sich Fabian Böhm und Co., die relativ früh auch die Option des siebten Feldspielers zogen, weiter nach Kräften und gingen mit einem knappen 12:14 Rückstand in die Pause. „Wir wollten mit der Überzahlsituation unsere Kräfte schonen und den Zweikämpfen mit der starken Löwen-Abwehr aus dem Weg gehen“, begründete Jens Bürkle die taktische Maßnahme.

Den besseren Start in die zweite Spielhälfte erwischten allerdings die Gäste. Im Stile einer Spitzenmannschaft zogen die Löwen davon und bauten den Vorsprung kontinuierlich bis zum 18:25 (46.) aus. Erst nach einer Auszeit fanden die Hausherren wieder besser ins Spiel und mobilisierten, angetrieben von der mit 4.150 Zuschauern ausverkauften RECKEN-Festung nochmal die letzten Körner.
Mit einem 4:0 Lauf durch Treffer von Rúnar Kárason, Fabian Böhm und Timo Kastening war der Rückstand urplötzlich auf 25:27 (56.) zusammengeschmolzen.

Doch Nationalspieler Patrick Groetzki beendete die Torflaute mit einem Treffer aus spitzem Winkel und sorgte damit für die Entscheidung zu Gunsten der Löwen. „Wenn dieser schwierige Wurf nicht reingeht, hätte es vielleicht endgültig kippen können“, analysierte Bürkle.

Stenogramm:

DIE RECKEN:

Ziemer, Semisch; Mortensen (3/2), Hykkerud (1), Lehnhoff (1/1), Häfner (3), Böhm (6), Karason (3), Olsen (4), Pollex, Kalafut (1), Christophersen (1), Kastening (3)

Rhein-Neckar Löwen:

Appelgren, Palicka; Schmid (5), Sigurdsson (6/3), Baena Gonzalez, Steinhauser, Larsen (3), Pekeler (2), Groetzki (8), Reinkind (3), Taleski, Guardiola (1), Petersson (1), Ekdahl du Rietz (1)

Siebenmeter:  3/3 – 3/3

Zeitstrafen:  3 – 1

Zuschauer:  4.150 Zuschauer

Schiedsrichter:  Schulze/Tönnies

Weitere News