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"Ergebnis tut sehr weh"

RECKEN müssen in Minden in der Schlusssekunde Niederlage verkraften

Das Jahr 2017 bleibt für die TSV Hannover-Burgdorf irgendwie verflucht. Wie bereits zum Jahresstart in Erlangen unterlagen DIE RECKEN bei GWD Minden mit dem selben 27:26 Endergebnis und mussten den Siegtreffer quasi mit dem Schlusspfiff hinnehmen. „Das Ergebnis tut sehr weh“, sagte ein enttäuschter RECKEN-Trainer Jens Bürkle nach nervenaufreibenden 60 Minuten in Ostwestfalen.  

Die erste Halbzeit vor knapp 3.000 Zuschauern in der Mindener Kampa Halle verlief lange Zeit ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich einen deutlichen Vorsprung erarbeiten, obwohl DIE RECKEN zu Beginn durch viel Bewegung und variables Angriffsspiel überzeugten. Bis zur 20. Spielminute lagen die Niedersachsen, die vor allem in Mait Patrail und Timo Kastening ihre Aktivposten hatten, zumeist knapp in Front. Letztmalig allerdings nach einem herrlichen Kempator durch Kai Häfner nach sehenswertem Zuspiel von Olsen zum 10:11 (22.).

Dies schien in der Folge eher ein Weckruf für die Gastgeber gewesen zu sein, die mit einem Zwischensprint antworteten, der sie mit 15:11 (26.) erstmals deutlicher in Führung brachte. In dieser Phase halfen DIE RECKEN aber durch zu einfache Fehler kräftig mit, die Minden zu leichten Toren aus dem Tempogegenstoß nutzen konnte. Erst ein Treffer von Lars Lehnhoff zum zwischenzeitlichen 15:12 durchbrach die Phalanx der Ostwestfalen. Es sollte jedoch der letzte RECKEN-Treffer bis zur Pause bleiben, in die DIE RECKEN mit einem 16:12 Rückstand gingen.

Nach der Pause blieb Minden bis zum 21:16 spielbestimmend, ehe sich die Niedersachsen zu einem Comeback aufmachten. Die offensivere Interpretation der Deckungsarbeit sorgte für Ballgewinne und Paraden des eingewechselten Malte Semisch. Gestützt auf die gute Abwehrleistung setzten DIE RECKEN durch Tore von Fabian Böhm, Lars Lehnhoff, Mait Patrail, und Kai Häfner zu einem 0:5 Lauf an, der urplötzlich wieder ein völlig offenes Spiel bescherte. „Die Mannschaft hat einmal mehr ihre tolle Moral gezeigt. Wir haben uns über die Abwehr in Kombination mit Emotionen wieder zurück ins Spiel gekämpft“, attestierte Jens Bürkle.

Seine Schützlinge ließen sich in der Folge zunächst nicht von Zeitstrafen gegen Sven-Sören Christophersen und Erik Schmidt aus der Fassung bringen, sondern behielten die Ruhe und setzten sich nach Treffern von Kai Häfner und Joakim Hykkerud auf 23:25 (55.) ab. Auf einmal schien der Sieg in greifbarer Nähe, doch GWD nutzte die letzten Überzahlsekunden zum 24:25 Anschlusstreffer.
Die folgenden beiden Angriffe, konnten DIE RECKEN nicht erfolgreich abschließen. Minden machte es besser und ging durch einen verwandelten Siebenmeter von Sjöstrand und einem Rückraumtreffer von Freimann wieder mit 26:25 in Front. Das dritte Tor von Morten Olsen bedeutete den 26:26 Ausgleich, doch Minden hatte im letzten Angriff die Chance auf den Heimsieg.

Nach der dritten Zeitstrafe gegen Erik Schmidt, gleichbedeutend mit der Disqualifikation, mussten DIE RECKEN die letzten 30 Sekunden zu allem Überfluss auch noch in Unterzahl überstehen. Die Abwehr versuchte alles, um GWD am Torabschluss zu hindern, doch die Gastgeber entzogen sich dem Freiwurf und schafften es, Sjöstrand in der Ecke freizuspielen. Dieser ließ sich die Wurfchance nicht entgehen und netzte den 27:26 Schlusspunkt mitten ins RECKEN-Herz.

„Wir müssen besser Handball spielen und noch mehr richtigmachen, damit wir endlich wieder Punkte einfahren“, stellte Geschäftsführer Benjamin Chatton nach Spielende fest. Die Gelegenheit dazu bekommen DIE RECKEN bereits am kommenden Mittwoch, wenn der SC DHfK Leipzig in Hannover zu Gast ist.

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