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„Eine Premiere, auf die ich mich sehr freue“

Kai und Max Häfner treffen erstmalig aufeinander

In der DKB Handball-Bundesliga gibt es seit dieser Saison drei Bruderduelle. Neben Rene und Henrik Toft Hansen (Kiel und Flensburg), Isaias und Gedeón Guardiola (Lemgo und Rhein-Neckar Löwen) sowie Allan und Michael Damgaard (Göppingen und Magdeburg) wird Kai Häfner am Donnerstagabend erstmalig auf seinen jüngeren Bruder Max treffen. „Ich habe noch nie mit oder gegen Max gespielt, daher ist es eine Premiere, auf die ich mich sehr freue“, erklärt der Europameister. Im Doppelinterview sprechen die Häfner-Brüder nicht nur über das direkte Duell, sondern geben auch einen Einblick in die privaten Beziehungen untereinander.

Frage: Am Donnerstag trefft Ihr zum ersten Mal aufeinander. Was wird das für ein Gefühl sein?

Kai Häfner: „Ich kenne dieses Gefühl ja noch nicht, bin aber schon sehr gespannt drauf. Ich habe noch nie mit oder gegen Max gespielt, daher ist es eine Premiere, auf die ich mich sehr freue.“ 

Max Häfner: „Es ist schwierig zu beschreiben, da es etwas Unbekanntes und Neues ist. Aber auch bei mir überwiegt die Vorfreude. Trotzdem geht es am Ende um Bundesligapunkte, aber diesmal unter besonderen Vorzeichen.“

Frage: Ihr werdet Euch auf dem Spielfeld aufgrund eurer Positionen zwangsläufig treffen. Geht man da eventuell anders in die Zweikämpfe?

Max Häfner: „Der ein oder andere Spruch meiner Teamkollegen wird da bestimmt kommen, dass ich Kai ordentlich rannehmen soll (lacht). Aber Spaß beiseite, es ist schon eine komische Situation. Ich denke, es wird zu Spielbeginn einen lockeren Spruch geben, aber dann wird genauso zugepackt, wie in jedem anderen Spiel auch.

Kai Häfner: „Ich denke, dass man das komplett ausblenden kann und auch muss. Wir werden mit Sicherheit ein paar Kontakte auf dem Spielfeld haben, aber wir wollen die Punkte unbedingt in Hannover behalten und dafür müssen wir alles in die Waagschale werfen.“

Frage: Habt ihr schon einen Wetteinsatz über das Spiel vereinbart?

Kai Häfner: „Bislang noch nicht. Ich habe bei sowas bisher keine guten Erfahrungen gemacht. Ein Sieg ist Motivation genug.“

Max Häfner: „Ich werde in unserem nächsten Telefonat was mit Kai aushandeln. Mal schauen, ob er darauf eingeht…“

Frage: Kai, welche Fähigkeit hättest du gerne von Max?

Kai Häfner: „Sein Dreher ist schon sehr gut, den würde ich gerne übernehmen (lacht).“

Frage: Was kannst du dir von Kai abschauen Max?

Max Häfner: „Ich wäre gerne Linkshänder, das würde vieles erleichtern (schmunzelt). Kai hat schon immer sein hoher Ehrgeiz ausgezeichnet. Das imponiert mir.“

Frage: Wird der Haussegen unabhängig vom Spielausgang schief hängen?

Kai Häfner: „Ich glaube, unsere Mutter ist über dieses Spiel nicht so erfreut. Die ist froh, wenn die 60 Minuten vorbei sind und wir es beide ohne Verletzungen überstanden haben.“

Frage: Für Max ist es das erste Jahr in der stärksten Liga der Welt. Welche Tipps kannst du ihm mitgeben?

Kai Häfner: „Wir telefonieren oft und stehen eigentlich regelmäßig im Kontakt. Ich versuche, ihm zu helfen, wenn er mich um Rat bittet. Letztendlich muss aber jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln und seinen Weg gehen. Bislang macht Max das sehr, sehr gut.“

Frage: Max, wie zufrieden bist du mit deinem ersten Jahr bisher?

Max Häfner: „Ich bin sehr überrascht, wie es bislang läuft. Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Spielanteile bekomme, aber es tut gut, wenn man das Vertrauen des Trainers bekommt. Es zeigt, dass der Wechsel nach Stuttgart für mich genau der richtige Schritt war.“

Frage: Kommt es vor, dass Kai sich auch mal bei dir einen Ratschlag holt?

Max Häfner: „Meistens ist es eher umgekehrt, dass ich mir Ratschläge von ihm abhole (lacht). So viel habe ich ihm da noch nicht helfen können, aber das ist auch nicht nötig.“

Frage: Charakterisiert euch gegenseitig in drei Worten privat und handballerisch!

Kai Häfner: „Max verfügt auf dem Spielfeld über eine hohe Dynamik, einen kräftigen Armzug und ist spielintelligent. Privat ist er sehr aufgeschlossen und umgänglich, einfach ein cooler Typ.“

Max Häfner: „Kai zeichnet sein hoher Ehrgeiz aus, er ist locker und sehr vielseitig. Handballerisch hat er ein hohes Spielverständnis, eine gute Übersicht und ist ein Ausnahmesportler.“

Frage: Eure Tipps für das Spiel?

Max Häfner: „Hannover ist schon in der Favoritenrolle. Sie sind gut drauf und spielen auch noch Zuhause. Wir fahren aber in den Norden, um etwas Zählbares mitzunehmen.“

Kai Häfner: „Wir haben aus dem letzten Jahr noch einige Rechnungen zu begleichen. Es wird ein hart umkämpftes Spiel, aber wir wollen gewinnen und unsere gute Ausgangsposition in der Tabelle weiter verbessern.“

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