News

„Bin mit meiner Karriere im Reinen“

Sven-Sören Christophersen bestreitet letztes Spiel in Gummersbach

Über 400 Bundesligaspiele, mehr als 100 Länderspiele, die Handballkarriere von Sven-Sören Christophersen gehört zu den eindrucksvollsten im deutschen Handball. Beim Auswärtsspiel der TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag in Gummersbach wird die Profilaufbahn des 33-Jährigen zu Ende gehen. „Natürlich beschäftige ich mich damit, aber ich bin mit meiner Karriere im Reinen. Die Entscheidung, aufzuhören ist definitiv die Richtige“, sagt Christophersen.

Über große Teile seiner Laufbahn war der gebürtige Lübecker vor allem für seine Angriffsqualitäten und Torgefahr bekannt. Seit dem Ende der letzten Spielzeit, vor allem aber in dieser Saison stand Christophersen als Abwehrchef seinen Mann. „Das war zunächst eine Umstellung für mich, denn ich war eher auf der anderen Seite der Halle Zuhause“, gibt der 33-Jährige zu, der sich aber ziemlich schnell an die neue Herausforderung gewöhnte. Dies belegen auch die Zahlen, denn in der Kategorie Blocks gehört Christophersen mit 33 geblockten Bällen zu den besten Spielern der DKB Handball-Bundesliga.

Ob Christophersen in seinem letzten Bundesligaspiel nur in der Abwehr oder auch nochmal im Angriff zum Einsatz kommen wird, wollten weder er noch Trainer Carlos Ortega verraten. „Es gibt Bestrebungen innerhalb der Mannschaft, die mich in die Angriffsrolle drängen wollen, aber wir haben ein Bundesligaspiel zu bestreiten und wollen mit einem Sieg in die Sommerpause gehen“, so der ehemalige Nationalspieler.

Seit 2014 stand der 1,98m große gelernte Rückraumspieler in Diensten der TSV Hannover-Burgdorf und wird dies auch nach seinem aktiven Karriereende tun. Offiziell wird Christophersen ab dem 1. Juli die Position des sportlichen Leiters übernehmen, aber die neue Rolle beschäftigt den 33-Jährigen bereits jetzt. „Es geht vor allem um die Arbeitsübergabe mit Benjamin Chatton. Zudem habe ich bereits erste Gespräche mit Carlos Ortega geführt. Bis zum Sonntag wird sich aber für mich innerhalb der Mannschaft nichts ändern“, sagt Christophersen.

Dessen Teamkollegen wollen dem 33-Jährigen zum Karriereende nach Möglichkeit einen Sieg schenken. „Das ist ein zusätzlicher Ansporn für uns, am Sonntag nochmal einen Gang hochzuschalten, denn mit einem Sieg können wir Smöre eine kleine Freude bereiten“, stellt Kapitän Kai Häfner klar.

Weitere News