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„Besser kann man es sich gar nicht ausmalen“

Sven-Sören Christophersen macht in Kiel die 400 voll

In der riesigen Jubeltraube bei der TSV Hannover-Burgdorf nach dem 29:31 Auswärtssieg beim THW Kiel ging eine Zahl beinahe unter. Sven-Sören Christophersen hatte gleich doppelten Grund zur Freude, denn der 32-Jährige absolvierte in der Sparkassen Arena sein 400. Spiel in der stärksten Liga der Welt. „Der Bundesligahandball macht einen großen Teil meines bisherigen Erwachsenenlebens aus. Ich werde auf dieses Ziel später bestimmt mit etwas Stolz zurückblicken“, sagt Christophersen. Im Interview mit www.die-recken.de spricht der gebürtige Lübecker nicht nur über sein Dienstjubiläum, sondern blickt auch auf sein erstes Spiel zurück und verrät, welches Spiel er gerne noch einmal spielen würde.

Sven-Sören Christophersen über…

…das 400. Spiel: „Besser kann man es sich gar nicht ausmalen. Bei diesem Jubiläum in Kiel zu spielen und dann auch noch dort zu gewinnen macht sehr großen Spaß und diese Geschichte natürlich sehr rund. Der Erfolg ist aber nur etwas wert, wenn wir auch mein 401. Spiel gewinnen.“

…die Bedeutung des Jubiläums: „Es ist nicht so, dass ich total auf diese Zahl fokussiert war. Aber es beweist, dass ich schon sehr lange in der Bundesliga dabei bin und dass der Bundesligahandball einen großen Teil meines bisherigen Erwachsenenlebens ausmacht. Aber klar hat diese Zahl schon eine gewisse Bedeutung und ich werde später bestimmt mit etwas Stolz darauf zurückblicken.“

…sein erstes Bundesligaspiel: „Das war mit dem TBV Lemgo gegen den Stralsunder HV. Ich bin in dem Spiel auch zum Einsatz gekommen und konnte direkt mein erstes Bundesligator machen. Das war eine dankbare Situation für mich und so konnte ich die Bürde mit dem ersten Treffer schnell abarbeiten.“

…sein Bundesligaspiel mit den meisten Toren: „Mir sind in Wilhelmshaven einmal 18 Tore in einem Spiel gegen den TV Grosswallstadt gelungen. Es hätte sogar noch mehr sein können, aber mein letzter Wurf ist von der Unterkante der Latte ins Spielfeld zurückgeprallt. Zum Glück hat Oliver Köhrmann kurz vor Schluss den 30:30 Ausgleich markiert und wir haben immerhin einen Punkt geholt. So waren die 18 Treffer auch etwas wert.

…ein Spiel, dass er am liebsten nochmal spielen würde: „Das war zwar kein Bundesligaspiel, aber das letztjährige Viertelfinale im DHB-Pokal in Leipzig würde ich gerne nochmal wiederholen. Wir haben damals nicht unseren besten Tag erwischt und eine historische Chance für den gesamten Verein verpasst.“

...die magische Grenze von 500 Spielen: „Nur wenige Spieler haben diese Zahl bislang erreicht. Ich habe in Hannover noch zwei Jahre Vertrag und möchte möglichst viele Spiele verletzungsfrei absolvieren. Danach müsste ich aber noch zwei Jahre spielen, um die 500 zu erreichen. Ob das realistisch ist, darf zumindest bezweifelt werden, denn die Jahre in der stärksten Liga der Welt hinterlassen körperlich schon ihre Spuren.“

…sein schönstes Spiel: „Sehr gut in Erinnerung ist mir das Spiel mit Lemgo gegen Kiel in der Arena auf Schalke 2004 geblieben. Vor der damaligen Rekordkulisse von über 30.000 Zuschauern zu spielen war schon eindrucksvoll. Insgesamt waren bei den 400 Spielen viele Höhepunkte dabei, aber natürlich auch sportliche Enttäuschungen.“

…Ziele, die er noch erreichen möchte: „Ich bin immer ein Wettkampftyp gewesen und genau für Phasen wie jetzt betreibt man Leistungssport. Ein Traum von mir ist es, noch einmal das Final Four Turnier im DHB-Pokal zu erreichen, denn das ist einfach ein sehr schönes Event. Zudem wollen wir eine gute Platzierung mit den RECKEN erreichen. Wir haben unser großes Potential unter Beweis gestellt und müssen dies jetzt regelmäßig abrufen.“

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