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„60 Minuten alles gegeben“

RECKEN sehen trotz Niederlage gegen Deutschen Meister positive Ansätze

Mit einer insgesamt ordentlichen Leistung hat sich die TSV Hannover-Burgdorf im ersten Heimspiel 2017 präsentiert. Gegen den Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen sollte es dennoch nicht zu einer Überraschung reichen. „Wir haben 60 Minuten alles gegeben. In der zweiten Halbzeit war es dann aber auch durch unsere begrenzten Wechselmöglichkeiten schwer“, analysierte Rückraumspieler Fabian Böhm im Anschluss die Begegnung, in der mit Csaba Szücs, Torge Johannsen, Mait Patrail und Erik Schmidt gleich vier Stützen fehlten. „Wir haben uns dennoch teuer verkauft.“

4.150 Zuschauer sahen dabei zunächst eine starke Anfangsphase der RECKEN. „Wir haben gut in die Begegnung reingefunden und zu Beginn auf den Punkt gespielt“, sah Trainer Jens Bürkle positive Ansätze seiner Mannschaft. „Danach sind wir offensiv nicht mehr richtig durchgekommen.“ Folge war, dass der Deutsche Meister aus Mannheim zunehmend die Kontrolle erlangen und so zur Pause mit 12:14 vorlegen konnte.

In Hälfte zwei spielten die Baden-Württemberger dann über eine starke Defensive ihre individuelle Klasse aus und zogen schnell auf sechs Treffer davon. „Wir haben im Angriff dann nicht konsequent genug gespielt und sind teilweise gar nicht zum Abschluss gekommen“, sah der sechsfache Torschütze Fabian Böhm genau wie Linksaußen Casper U. Mortensen den Knackpunkt für den Favoriten-Sieg in der eigenen Offensive. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und sieben, acht Bälle einfach weggeworfen. Das wird von den Rhein-Neckar Löwen natürlich bestraft“, so Mortensen.

So sah beim 18:25 nach 46 Minuten alles nach einem klaren Erfolg für den derzeitigen Tabellenzweiten der DKB Handball-Bundesliga aus. Doch angetrieben von der lautstarken Unterstützung der RECKEN-Festung keimte fünf Minuten vor Spielende noch einmal Hoffnung auf, als Timo Kastening per Gegenstoß auf 25:27 verkürzen konnte. „Wenn Patrick Groetzki dann den äußerst schwierigen Wurf von Rechtsaußen nicht trifft, weiß ich nicht, ob vielleicht doch noch etwas Verrücktes passiert wäre“, trauert Bürkle der Chance auf einen eventuell doch noch möglich Punktgewinn nach. Am verdienten Sieg der Mannheimer gab es letztendlich aber dennoch keine Zweifel. „Wir haben unsere Sache in vielen Phasen gut gemacht, aber in entscheidenden Situationen unsere Linie verloren“, konstatierte Bürkle.

Wie gegen die Rhein-Neckar Löwen bleibt Niedersachsens Spitzenhandballern in der kommenden Partie ebenfalls nur die Außenseiterrolle, wenn man am kommenden Mittwoch zu Gast bei Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt ist. „Das wird ein vergleichbar schweres Spiel, in dem wir uns gut verkaufen wollen“, hofft Geschäftsführer Benjamin Chatton auf eine erneut ordentliche Leistung der RECKEN. Anwurf in der FLENS-ARENA in Flensburg ist um 19 Uhr. 

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